5,8 Mio.Barrel am Tag pumpte die saudische Ost-West-Pipeline am 06.10.2026 nach Angaben des Energieministers, bei einer Kapazität von 7 Mio.; Aramco-Chef Nasser nannte am 05.10.2026 rund 80 Prozent der KapazitätEnergieminister Prinz Abdulaziz bin Salman via Al Jazeera und Reuters, 06.10.2026; The National, 05.10.2026
nullRohölladungen verließen Iran im September 2026, erstmals seit Beginn der Erfassung im Jahr 2013; die letzte Verladung war am 25.08.2026 an Kharg IslandKpler Insight via congress.net, 06.10.2026
100 Mio.Barrel Rohöl und Diesel geben die G7 über die IEA frei, verteilt auf vier Monate mit Schwerpunkt in den ersten 20 Tagen; es ist eine Beschleunigung der Zusage vom März 2026, keine zusätzliche MengeG7-Erklärung vom 02.10.2026 via The National und Al Jazeera
2,24 €je Liter kostete Diesel in der Woche zum 30.09.2026 im EU-Durchschnitt, ein Rekord; vor der Eskalation im Februar 2026 waren es 1,59 €EU Weekly Oil Bulletin via Euronews, 01.10.2026
1,29 Mio. $am Tag kostet ein Supertanker auf der Richtroute Saudi-Arabien nach China; vor 2026 lag die Rate im Schnitt unter 30.000 $Rigzone, 06.10.2026
Alle 65 Punkte, Quellen und Chronik 2026
Lage an 65 Öl-Engpässen, Pipelines und Häfen am
Ort
Status
Lage
Quelle
Kharg IslandHafen und Terminal
blockiert
Irans wichtigstes Exportterminal liegt unter der US-Blockade. Nach Kpler verließ im September 2026 keine einzige Rohölladung das Land, erstmals seit Beginn der Erfassung im Jahr 2013; die letzte Verladung war am 25.08. der Suezmax Sarak an Kharg Island. Aktuell: keine Rohölverladung im September 2026, erstmals seit Beginn der Erfassung im Jahr 2013; letzte Verladung am 25.08.2026 (Kpler Insight via congress.net, 06.10.2026). Vorher: rund 1,68 Mio. Barrel am Tag. Kpler, Vortexa und Bloomberg nennen für den September unabhängig voneinander null oder praktisch null. US-Finanzminister Scott Bessent sagte, Iran werde in dieser Woche erstmals kein Rohöl auf See haben; er ist Konfliktpartei. Eine iranische Gegenzahl liegt nicht vor. Ölminister Mohsen Paknejad trat am 05.10. zurück, kommissarischer Nachfolger ist Hamid Bovard; er kündigte an, die Förderung zu maximieren und die Ausfuhr bestmöglich fortzusetzen, das Ministerium sprach von einem umfassenden Wirtschaftskrieg. Vor der Blockade lagen die iranischen Ausfuhren bei rund 2 Mio. Barrel am Tag, im Mai bei 260 bis unter 300 Tsd. und im August bei 220 bis 255 Tsd. Die Angabe von CENTCOM-Chef Brad Cooper vom 19.09., Iran habe null Barrel ausgeführt, stammt von einer Konfliktpartei; die Zahlen der Schiffsverfolger stützen sie inzwischen.
congress.net 06.10.2026 (Kpler Insight), Rigzone 05.10.2026, The National 05.10.2026, IranWire 05.10.2026, Fortune 19.09.2026 (CENTCOM)
Ras Laffan (Katar, LNG)Hafen und Terminal
Force Majeure (LNG)
QatarEnergy hat die Force Majeure erneut verlängert: nach The National und LNG Global für asiatische Langfristkunden bis November und für europäische bis Dezember 2026; namentlich genannt ist die italienische Edison. Zwei LNG-Stränge sind beschädigt, ihre Reparatur dauert laut Konzernchef bis zu drei Jahre. Aktuell: Force Majeure verlängert bis November für asiatische und bis Dezember für europäische Langfristkunden (The National 02.10.2026, LNG Global 05.10.2026); rund 17 Prozent der katarischen LNG-Kapazität sind außer Betrieb (QatarEnergy, 21.09.2026). Vorher: 509 Ladungen im 1. Halbjahr 2025. Die LNG-Ströme durch die Straße von Hormus lagen nach The National (02.10.) im September 2026 weiter 80 Prozent unter dem Niveau vom Februar 2026, obwohl es der höchste Monatswert seit Kriegsbeginn war. Yukio Kani, Chairman und Global CEO des japanischen Konzerns JERA und damit des größten LNG-Käufers der Welt, sagte am 02.10., man erwarte katarisches LNG nicht bald zurück am Markt; die Spotpreise lägen doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor und auf dem höchsten Stand seit Ende 2022. Betroffen sind nach The National vom 28.09. Käufer in Pakistan und Bangladesch, mindestens ein Käufer in Indien und Edison. Eine neue Angabe zur Reparaturdauer oder zur laufenden Produktionsmenge gibt es für die erste Oktoberwoche nicht. Katar stellte vor dem Krieg rund ein Fünftel des globalen LNG-Angebots; US-LNG erreichte nach LNG Global im September 2026 einen Anteil von 33 Prozent am Weltangebot nach 25 Prozent im Jahr 2025.
The National 02.10.2026 (JERA) und 28.09.2026, LNG Global 05.10.2026, QatarEnergy via Tradingpedia 21.09.2026, Euronews 31.08.2026
Nord Stream 1 und 2 (Ostsee)Gaspipeline
zerstört und sanktioniert
Seit den Sprengungen vom 26. September 2022 fließt über beide Systeme kein Gas. Die EU verhängte am 18. Juli 2025 ein vollständiges Transaktionsverbot, das auch Wartung und jede künftige Nutzung untersagt. In Deutschland läuft ein Strafverfahren, der erste Prozess ist für den 26. Oktober 2026 am Oberlandesgericht Hamburg angesetzt. Aktuell: kein Durchfluss, drei der vier Röhren beschädigt (Stand 17.09.2026). Vorher: je 55 Mrd. Kubikmeter im Jahr ausgelegt, Nord Stream 2 war nie kommerziell in Betrieb. Angaben: Al Jazeera, 31.08.2026: beide Systeme wurden bei den Explosionen zerstört; Wikipedia-Sachstand, 17.09.2026: Leitung B von Nord Stream 2 blieb unbeschädigt, Reparatur der übrigen geschätzt rund 500 Mio. Dollar; Putin laut TASS, 04.06.2026: für die verbliebene Leitung brauche es nur eine Entscheidung der Bundesregierung; Bundestag, Debatte 21.05.2026: alle Fraktionen außer der AfD lehnten eine Wiederinbetriebnahme ab. Die Angaben zur Wiederinbetriebnahme stammen überwiegend von russischer Seite oder von US-Investoren mit eigenem Interesse und sind unabhängig nicht bestätigt. Zur Täterschaft liegen Anklagen vor, keine Urteile; die Ukraine bestreitet eine Verwicklung.
Rat der EU 18.07.2025, Al Jazeera 02.07. und 31.08.2026, TASS 04.06.2026, Deutscher Bundestag 21.05.2026
Jamal-Europa-Pipeline (über Belarus und Polen)Gaspipeline
seit 2022 stillgelegt
Gazprom stellte im Mai 2022 alle Flüsse durch den polnischen Abschnitt ein, nachdem Russland Sanktionen gegen die Betreibergesellschaft verhängt hatte. Seither gibt es keinen Westtransit. Polen übernahm im November 2022 den Gazprom-Anteil am polnischen Abschnitt. Aktuell: kein Westtransit, Stand der Erfassung 16.09.2026. Vorher: Nennkapazität 33 Mrd. Kubikmeter im Jahr. Für 2026 liegt keine tagesaktuelle Flussmessung vor. Die Einstufung stützt sich auf den Stand bei Global Energy Monitor und das Ausbleiben gegenteiliger Meldungen.
Global Energy Monitor, Seitenstand 16.09.2026, Moscow Times 12.05.2022
Nicht mehr faktisch geschlossen, aber weit unter Normalbetrieb, und die Angriffe reichen inzwischen tief in den Golf. Die Revolutionsgarden erklärten die Straße am 11.07. für gesperrt, die USA blockieren seit dem 14.07. iranische Häfen und geleiten Schiffe. Die Ölmengen aus der Region haben sich stark erholt; nach Kpler laufen rund 40 Prozent davon über Pipelines an der Straße vorbei. Seit dem 02.10. meldet die britische UKMTO mindestens einen Angriff am Tag in der Straße von Hormus oder im Golf von Aden; am 07.10. wurde ein Tanker nördlich von Katar getroffen, am 09.10. ein Supertanker vor den Emiraten. Die Marine der Revolutionsgarden kündigte am 09.10. an, Schiffe auf nicht genehmigten Routen in der gesamten Region zu verfolgen; eine Sperrung des ganzen Persischen Golfs hat sie nicht erklärt. Parlamentspräsident Ghalibaf sagte am 04.10., die Straße bleibe geschlossen, bis sieben iranische Bedingungen erfüllt seien; Präsident Trump schloss am 08.10. Angriffe auf Iran vor den Kongresswahlen am 03.11. aus, die Blockade bleibt. Aktuell: 247 Durchfahrten in der Woche bis 02.10.2026, 123 einfahrende und 124 ausfahrende Schiffe, also rund 35 am Tag; nach Angaben der UKMTO liegt der Verkehr damit rund 75 Prozent unter dem Niveau vor dem Konflikt (UKMTO, 02.10.2026). Vorher: rund 125 große Handelsschiffe am Tag vor dem Krieg (Kpler via Al Jazeera, 06.10.2026); Lloyd's List nannte rund 100 Schiffe am Tag; 20,9 Mio. Barrel am Tag im 1. Halbjahr 2025 (EIA). Angaben: Revolutionsgarden, Marine, 09.10.: Vorgehen gegen Schiffe auf nicht genehmigten Routen nicht mehr auf die Straße von Hormus beschränkt, Verfolgung in der gesamten Region; Treffer auf den LPG-Tanker NV Sunshine gemeldet, unabhängig nicht bestätigt; CENTCOM, 07.10.: Irans Schließungsbehauptungen seien falsch; Handelsschiffe und Energielieferungen, darunter 20 Mio. Barrel Rohöl, passierten weiter, ohne Zeitraum; JMIC, 04.10.: Bedrohung in der Straße von Hormus schwer, im Arabischen Golf mittel; unabhängige Ortung zeigt einstellige Durchfahrtszahlen je Richtung; das US-Lagezentrum NCAGS, das nur die von den USA begleiteten Durchfahrten erfasst, zählte rund 32 am Tag über 72 Stunden; UKMTO, 02.10.: 247 Durchfahrten in der Woche bis 02.10., rund 35 am Tag; nach eigener Angabe rund 75 Prozent unter dem Niveau vor dem Konflikt; Kpler Insight via congress.net, 06.10.: 9.017 Tsd. Barrel am Tag allein für die Durchfahrten im Siebentageschnitt, rund 47 Prozent unter dem Vorkriegswert von 17.132 Tsd.; Kpler Insight via congress.net, 06.10.: 11.549 Tsd. Barrel am Tag für die gesamte Abfertigung an Hormus, also Durchfahrten zusammen mit Umladungen im Golf von Oman und Terminalverladungen, rund ein Drittel unter dem Vorkriegswert; Kpler via Al Jazeera, 06.10.: 18,3 Mio. Barrel am Tag Rohölexporte des Nahen Ostens im Siebentageschnitt zum 30.09., etwa so viel wie im Mittel der zwölf Monate vor dem Krieg; rund 40 Prozent davon umgehen die Straße; Vortexa via Al Jazeera, 06.10.: 18,6 Mio. Barrel am Tag für Rohöl und Kondensat im Vierzehntageschnitt; JP Morgan, zitiert am 06.10.: 17,5 Mio. Barrel am Tag Rohölverschiffungen der Region, 98 Prozent des Niveaus vor dem Konflikt; Produktströme nur 58 Prozent; Kpler via Al Jazeera, 05.10.: 22,4 Mio. Barrel am Tag für Rohöl, Produkte und Chemikalien im Siebentageschnitt zum 30.09.; Revolutionsgarden, Vizekommandeur Fadavi, 05.10.: nur 3 bis 4 Mio. Barrel am Tag liefen durch die Route, verschwindend wenig gegenüber der Zeit vor dem Krieg. Die Angaben gehen um ein Vielfaches auseinander, weil sie Verschiedenes messen, und sie dürfen deshalb nicht gegeneinander gerechnet werden. Kpler nennt allein für Hormus drei Werte: rund 47 Prozent unter Vorkriegsniveau für die Durchfahrten, rund ein Drittel darunter für die gesamte Abfertigung einschließlich Umladungen im Golf von Oman und Terminalverladungen, und etwa Vorkriegsniveau für die Rohölexporte der ganzen Region, von denen rund 40 Prozent über Pipelines an der Straße vorbeilaufen. Die Zahl der UKMTO zählt Schiffe, nicht Barrel; ihre Vergleichsbasis nennt die Behörde nicht, rechnerisch passen 35 Durchfahrten am Tag zu den rund 125 Handelsschiffen am Tag, die Kpler für die Vorkriegszeit nennt. AIS-Daten unterschätzen den Verkehr, weil Schiffe ihre Transponder abschalten. Die US-Regierung und die Revolutionsgarden sind Konfliktparteien. Die Kpler-Analystin Michelle Brohard sagte Al Jazeera am 05.10., sie halte eine Art Durchfahrtsgebühr für wahrscheinlich; die US-Regierung erklärte, eine Gebühr werde in keiner Vereinbarung zugelassen; der Verkehrsrechtler Abdul Khalique nannte den Vorwurf plausibel, aber unbelegt. Aramco-Chef Amin Nasser bezifferte am 05.10. den Lieferausfall seit Kriegsbeginn auf fast 3 Mrd. Barrel. Der Wortlaut der sieben iranischen Bedingungen ist nicht veröffentlicht; Arab News nennt als Grundlage das Islamabad-Memorandum und eine Zwischenvereinbarung vom Juni. Iranische Trefferangaben sind nicht immer zutreffend: Seatrade Maritime verweist darauf, dass iranische Stellen schon Angriffe gemeldet haben, die sich als falsch herausstellten. Den Treffer auf die NV Sunshine vom 09.10. bestätigt bisher keine unabhängige Stelle; das am selben Tag vor den Emiraten getroffene Schiff ist nach Schifffahrtskreisen die Gem No.2. Die Lageangabe der JMIC vom 04.10. stammt von vor den Angriffen vor Katar und den Emiraten.
Tasnim und Press TV 09.10.2026, UKMTO via Reuters 09.10.2026, Seatrade Maritime 08. und 09.10.2026, UKMTO via Middle East Eye 07.10.2026, IranWire 08.10.2026 (CENTCOM), JMIC Update 102 vom 04.10.2026, ABC News 08.10.2026, UKMTO Transit Overview 02.10.2026, Al Jazeera 04., 05. und 06.10.2026 (Kpler, Vortexa, Marisks), congress.net 06.10.2026 (Kpler Insight), Arab News 04.10.2026, Seatrade Maritime 05.10.2026 (UKMTO), The National 05.10.2026, Rigzone 06.10.2026, EIA
Die Lage am Boden hat sich gedreht. Regierungstruppen und die saudisch geführte Koalition begannen die Offensive Morgendämmerung des Jemen und meldeten am 05.10. die Einnahme des Distrikts Dhubab mit Flughafen sowie der Hafenstadt Mokha und die Kontrolle über die Meerenge. Al Jazeera schreibt, die Huthi bestritten das, und konnte die Ansprüche nicht prüfen; The National schreibt, die Huthi hätten sie nicht bestätigt. Euronews schrieb am 06.10., die Huthi hielten weiter die jemenitische Seite, hätten Dhubab aber verloren und am 04.10. Turbah an der Straße von Taiz nach Aden eingenommen. Am 04.10. meldete die UKMTO mehrere Explosionen in unmittelbarer Nähe eines Tankers im Roten Meer. Aktuell: 266 Querungen in der Woche vom 28.09. bis 04.10.2026, 5,7 Prozent weniger als die 282 der Vorwoche; davon 137 beladen (Kpler Risk and Compliance via DataPortuaria, 06.10.2026). Vorher: rund 71 Schiffe am Tag im Mittel von Januar 2022 bis Oktober 2023 (Anadolu), 4,2 Mio. Barrel am Tag vor der Rotmeerkrise (EIA). Die Zählungen gehen auseinander: Lloyd's List Intelligence nennt für die Woche vom 21. bis 27.09. 290 Querungen, Kpler für dieselbe Woche 282. Zur Bodenlage stehen zwei Darstellungen gegeneinander: Die Koalition meldet 100 Kampfjets im Dauereinsatz und 324 zerstörte Ziele hohen Werts (The National, 05.10.), die Huthi bestreiten die Gebietsansprüche nach Al Jazeera (05.10.) und haben sie nach The National nicht bestätigt; unabhängig überprüfbar sind sie nicht. Auch Mokha ist strittig: Die Koalition nennt es am 05.10. eingenommen, Euronews schreibt am 06.10., die Huthi hätten es Anfang September erobert. Der Angriff vom 04.10. rund 60 Seemeilen südlich von Mokha ist von der UKMTO als mehrere Explosionen in unmittelbarer Nähe eines Tankers gemeldet, ohne Bekenntnis; Palaemon Maritime hält einen Huthi-Angriff für wahrscheinlich. Die Huthi reklamierten nach The National (07.10.) Angriffe auf den King Khalid International Airport in Riad, den Flughafen Abha, den Stützpunkt Khamis Muschait und drei Militärlager in Jizan und Asir, nach Euronews (06.10.) zusätzlich auf eine Raffinerie in Rabigh; die Koalition meldete Abfangerfolge sowie die Zerstörung einer Abschussplattform in Sanaa und eines Raketendepots in Saada. Auf den Flughafen Aden wurden zwei ballistische Raketen und mehrere Drohnen gefeuert; eine Rakete ging nahe der Start- und Landebahn nieder, ein Flug wurde nach Dschidda umgeleitet, Opfer wurden nicht gemeldet. WHO und WFP nennen seit dem 06.08. über 5.000 Opfer, davon 959 Tote, und rund 200.000 Vertriebene; Euronews nennt 959 Tote, über 4.200 Verletzte und 174.097 Binnenvertriebene.
Kpler Risk and Compliance via DataPortuaria 06.10.2026, Lloyd's List Intelligence 01.10.2026, Al Arabiya und The National 05.10.2026, Al Jazeera 05.10.2026, Euronews 06.10.2026, The National 07.10.2026, Palaemon Maritime 05.10.2026, EIA
Ras TanuraHafen und Terminal
lädt, Weg führt durch Hormus
Die Verladung wurde stark hochgefahren, um den Ausfall von Yanbu aufzufangen. Das Öl muss durch die Straße von Hormus. Seit dem Neustart der Ost-West-Pipeline läuft ein wachsender Teil der Ausfuhren wieder über das Rote Meer. Aktuell: saudische Rohöl- und Kondensatexporte bei rund 91 Prozent des Niveaus vor dem Konflikt, die Rohölexporte im September bei rund 6,6 Mio. Barrel am Tag (Vortexa via Reuters, 06.10.2026); die Wochenverladungen lagen nach Kpler auf dem höchsten Stand seit April 2020. Vorher: sonst 6 bis 7 Schiffe pro Woche. Für Ras Tanura selbst liegt für die erste Oktoberwoche keine eigene Verladezahl vor. Die Erhebungen messen Verschiedenes und dürfen nicht gegeneinander gerechnet werden: Vortexa nennt 6,6 Mio. Barrel am Tag für die saudischen Rohölexporte insgesamt, Kpler für die Golfverladungen allein über 4 Mio. Barrel am Tag im September nach rund 2,4 Mio. im August, und Reuters nannte am 18.09. für die Golfverladungen eine Erholung auf 1 bis 1,5 Mio. Für den Ladetag am 20. und 21.09. nannte TankerTrackers sieben Supertanker mit rund 14 Mio. Barrel, Kpler sechs mit rund 12 Mio. und MarineTraffic knapp 12 Mio. Alle Erhebungen zeigen denselben starken Anstieg.
Reuters via EnergyNow 06.10.2026 (Vortexa), congress.net 06.10.2026 (Kpler Insight), Gulf News 23.09.2026, Reuters via Al Arabiya 21.09.2026
BasraHafen und Terminal
stark eingeschränkt
Exporte teils mit Umladen auf See vor Oman. Der Irak hat Anfang Oktober erstmals seit Jahrzehnten einen eigenen Großtanker beladen und durch die Straße von Hormus geschickt und will weitere chartern. Aktuell: rund 2,6 Mio. Barrel am Tag aus den Südhäfen im September (Basra Oil Company, 24.09.2026); am 03.10.2026 meldete der Irak, 2 Mio. Barrel Rohöl durch die Straße von Hormus transportiert zu haben. Für die erste Oktoberwoche liegt kein neuer Tagesdurchsatz vor.. Vorher: 3,4 Mio. Barrel am Tag. Die staatliche Iraqi Oil Tankers Co. will nach Angaben ihres Generaldirektors Ali Qais Abdul Jabbar vom 06.10. mindestens einen Großtanker und einen Suezmax chartern; zuvor hatte sie erstmals seit Jahrzehnten selbst einen Großtanker beladen. Ein Supertanker wurde im September für rund 200 Mio. US-Dollar gekauft, nach Angaben von Rigzone womöglich der höchste je gezahlte Preis für ein solches Schiff; eine frühere Ausschreibung für weitere Schiffe wurde wegen unzureichender Angebote abgebrochen. Ölminister Basim Mohammed Khudair sagte, die Regierung arbeite an der Finanzierung weiterer Schiffe. Der Grund ist der Preis: Die Richtroute Saudi-Arabien nach China erreichte 1,29 Mio. US-Dollar am Tag, im Mittel der Jahre 2021 bis 2025 lag sie unter 30.000. Laut Al Jazeera (28.09.) sind rund 90 Prozent der Ausfuhren über die Golfrouten blockiert, die Einnahmeverluste seit Kriegsbeginn beziffert der Bericht auf rund 60 Mrd. US-Dollar. Das OPEC-plus-Ziel des Irak für November liegt bei 4,431 Mio. Barrel am Tag.
Rigzone 06.10.2026, Reuters via BOE Report 03.10.2026, The National 04.10.2026, Asharq Al-Awsat 24.09.2026 (Basra Oil Company), Al Jazeera 28.09.2026, OPEC 04.10.2026
Greenstream (Libyen nach Sizilien)Gaspipeline
nur Restfluss
Die Leitung von Mellitah nach Gela läuft nur noch mit einem Bruchteil ihrer Kapazität. Libyens Inlandsstrombedarf hat Vorrang, die Exporte nach Italien sind auf den tiefsten Stand seit über zwanzig Jahren gefallen. Aktuell: 2025 im Schnitt 105 Mio. Kubikfuß am Tag, minus 22 Prozent, rund 14 Prozent der Kapazität. Vorher: Kapazität rund 775 Mio. Kubikfuß am Tag. Die Angabe stammt aus einem Bericht über Zahlen der libyschen NOC, eine Primärquelle mit Werten für 2026 fehlt.
The Rio Times 28.08.2026, MEES 01.05.2026
South Hook LNG, Milford HavenLNG-Terminal (Import)
Katar-Terminal ohne Katar
South Hook gehört zu 67 Prozent QatarEnergy und wurde eigens für katarisches Gas gebaut. Seit dem 10. April 2026 ist dort keine katarische Ladung mehr angekommen, das war die letzte Europa-Lieferung Katars überhaupt. Das Terminal mit der stärksten Einzelabhängigkeit ist damit das am härtesten getroffene. Aktuell: letzte katarische Lieferung nach Europa am 10.04.2026, Force Majeure von QatarEnergy verlängert bis Anfang November 2026. Vorher: ausgelegt auf 15,6 Mio. Tonnen im Jahr, rund 20 Prozent des britischen Gasbedarfs. Wie viel das Terminal seither aus anderen Quellen umschlägt, ist nicht öffentlich beziffert. Die Einstufung stützt sich auf das Ausbleiben der vertraglichen Hauptquelle, nicht auf eine gemeldete Abschaltung.
Cedigaz 23.04.2026, Euronews 31.08.2026, Global Energy Monitor 17.09.2026
SuezkanalKanal
gestört
Offen, der Verkehr erholt sich, bleibt aber weit unter dem Rekordjahr 2023. Ministerpräsident Madbouly nannte am 04.10. das laufende Einnahmeniveau mit rund 4,4 Mrd. US-Dollar im Jahr gegen rund 10 Mrd. vor der Störung; das Geschäftsjahr 2025/26 brachte 4,67 Mrd. Aktuell: 278 Durchfahrten in der Woche vom 21. bis 27.09.2026 nach 295 in der Vorwoche, Vierwochenschnitt 287 (Lloyd's List Intelligence, 01.10.2026). Vorher: Suez und SUMED zusammen 4,9 Mio. Barrel am Tag. Im August 2026 passierten 1.358 Schiffe den Kanal, 27 Prozent mehr als im August 2025; die Einnahmen lagen bei 567,1 Mio. US-Dollar gegen 326 Mio. im August 2025 (Suezkanalbehörde). Das Geschäftsjahr 2025/26 brachte 4,67 Mrd. US-Dollar, 23 Prozent mehr als im Vorjahr; das Rekordjahr 2023 lag bei 10,25 Mrd. Rohöltanker fuhren in der Woche bis 27.09. 53 Mal durch den Kanal mit 6,7 Mio. Tonnen Tragfähigkeit, die niedrigste Tonnage seit Mitte Juli. Eine neue Rückkehrankündigung einer Reederei gab es in der ersten Oktoberwoche nicht.
Lloyd's List Intelligence 01.10.2026, Rio Times 05.10.2026 (Suezkanalbehörde, Ministerpräsident Madbouly), EIA
PanamakanalKanal
gestört (Dürre)
Wegen einer El-Niño-Dürre lässt die Kanalbehörde weniger Schiffe durch und begrenzt den Tiefgang. Mit dem Nahost-Konflikt hat das nichts zu tun. Aktuell: 33 Durchfahrten am Tag, davon ab 15.10.2026 zehn in den Neopanamax-Schleusen; höchstzulässiger Tiefgang dort seit dem 28.09.2026 14,94 Meter; Wasserstand des Gatúnsees 85,1 Fuß am 06.10.2026 (Kanalbehörde). Vorher: 36 am Tag normal, 2,3 Mio. Barrel am Tag. Die Kanalbehörde begründet die Lockerung mit Niederschlägen nahe dem langjährigen Mittel und mit Wassersparmaßnahmen, hält aber fest, dass das Einzugsgebiet weiter im Wasserdefizit liegt und Reservierungen nötig bleiben. Die Tiefgangsanhebung gilt sofort, die zehnte Neopanamax-Durchfahrt erst ab dem 15.10.2026. Der Fünfjahresbereich der Monatswerte für den Gatúnsee reicht von 83,7 Fuß im April bis 87,2 Fuß im Dezember.
Panamakanalbehörde 28.09.2026 und Gatun Water Indicators 06.10.2026, Rio Times, EIA
Die Leitung pumpt seit dem 22.09. wieder und ist nach Angaben des saudischen Energieministers nahe an ihrer Auslegung. Nach Drohnentreffern an Pumpstationen war sie seit Mitte September abgeschaltet. Sie ist der wichtigste Weg, saudisches Öl an Hormus vorbei ans Rote Meer zu bringen. Aktuell: 5,8 Mio. Barrel am Tag am 06.10.2026 bei einer Kapazität von 7 Mio. (Energieminister Prinz Abdulaziz bin Salman via Al Jazeera und Reuters, 06.10.2026). Vorher: Kapazität 7 Mio. Barrel am Tag, davon rund 1,5 Mio. für inländische Raffinerien; vor dem Ausfall rund 5,5 Mio. Durchsatz, davon 4,5 Mio. Export (Kpler, 17.09.); im August 2026 nur 2 Mio. am Tag, der niedrigste Wert seit Januar (Kpler). Angaben: Energieminister Prinz Abdulaziz bin Salman via Al Jazeera, 06.10.: 5,8 Mio. Barrel am Tag; Aramco-Chef Amin Nasser via The National, 05.10.: rund 80 Prozent der Kapazität, das System sei intakt; Kpler Insight via congress.net, 06.10.: nahe 5,5 Mio. Barrel am Tag, davon rund 4 Mio. für den Export über Yanbu verfügbar; The Arabian Post, 03.10.: knapp 6 Mio. Barrel am Tag, über 80 Prozent der Kapazität; Kpler via Reuters, 29.09.: rund 2,65 Mio. Barrel am Tag. Die Einstufung wechselt mit dieser Runde von stark eingeschränkt auf gestört, weil der saudische Energieminister und Aramco übereinstimmend einen Durchsatz nahe der Auslegung nennen und Kpler als unabhängiger Schiffsverfolger auf nahe 5,5 Mio. Barrel am Tag kommt. Die ersten beiden Angaben stammen von der Betreiberseite. Der Energieminister sagte am 06.10. in Manama, man habe die Leitung binnen fünf oder sechs Tagen nach dem Angriff wieder genutzt. Eine Angabe zum Reparaturstand der einzelnen Pumpstationen gibt es für die erste Oktoberwoche nicht; drei von elf Stationen waren beschädigt. Aramco-Chef Nasser sagte am 05.10., ohne die Leitung hätte der Ölpreis 200 US-Dollar je Barrel erreichen können, und nannte die weltweiten Lagerbestände beängstigend dünn; ihre Wiederauffüllung dauere nach einer Öffnung von Hormus bis zu zwei Jahre. Das Datum des Treffers ist weiter strittig: Bloomberg und Rigzone nennen den 10.09., CNN und Business Standard den 11.09., Arab News den 13.09. Saudi-Arabien macht Iran-nahe Milizen im Irak verantwortlich, bekannt hat sich niemand.
Al Jazeera 06.10.2026 (Energieminister, Reuters, Kpler), The National 05.10.2026 (Aramco), congress.net 06.10.2026 (Kpler Insight), The Arabian Post 03.10.2026, Reuters via Marine Link 29.09.2026
SUMED-PipelinePipeline
läuft, Nachschub gefährdet
Bringt Öl vom Roten Meer ans Mittelmeer. Mit dem Neustart der Ost-West-Pipeline läuft der saudische Nachschub wieder. Aktuell: in Sidi Kerir wird seit dem 22.09. wieder verladen; für die erste Oktoberwoche liegt keine Mengenangabe vor (Reuters, 29.09.2026). Vorher: Kapazität 2,5 Mio. Barrel am Tag. Die Mengenangaben gehen auseinander: Rio Times nannte am 17.09. rund 1,9 Mio. Barrel am Tag für die gesamte Leitung, Reuters am 24.09. rund 2,3 Mio. Barrel am Tag allein für saudisches Rohöl über Sidi Kerir, und Kpler via Ahram Online für den August 2,139 Mio. Barrel am Tag über Sidi Kerir. Händler verlegten Tanker nach Port Said für Umladungen und nach Sidi Kerir für saudische Ladungen.
Reuters via Marine Link 29.09.2026, Ahram Online 08.09.2026 (Kpler), Rio Times 17.09.2026, Reuters via EnterpriseAM 24.09.2026
Kirkuk–CeyhanPipeline
stark gedrosselt
Läuft auf niedrigem Niveau. Das Abkommen mit der Türkei wurde am 01.08. um ein Jahr verlängert. Seit dem 16.09. fährt der Irak zusätzlich Rohöl aus Basra per Lkw nach Kirkuk, um es über Ceyhan an Hormus vorbei auszuführen. Aktuell: letzter gemessener Durchsatz 120 bis 135 Tsd. Barrel am Tag (Mitte August); für die erste Oktoberwoche liegt kein Wert vor. Vorher: rund 300 Tsd. Barrel am Tag im Juli. Die Angaben widersprechen sich. Al Jazeera nennt am 28.09. eine Vereinbarung über 750 Tsd. Barrel am Tag, Shafaq News nannte im August einen tatsächlichen Durchsatz von 120 bis 135 Tsd. Zusätzlich will der Irak nach Angaben des Chefs der Basra Oil Company vom 24.09. 250 Tsd. Barrel am Tag Basra-Rohöl per Lkw nach Kirkuk fahren und über Ceyhan ausführen; der Pilotbetrieb begann am 16.09., ob die Menge erreicht wird, ist nicht belegt. Anfang September hatte Rudaw für die Route insgesamt 180 Tsd. Barrel am Tag genannt, davon 150 Tsd. aus der Region Kurdistan.
Nach Angriffen auf Tanker im Schwarzen Meer im Juli stieg die Verladung im August wieder deutlich. Über das Jahr liegt die Menge aber unter dem Vorjahr. In der ersten Oktoberwoche wurde kein Angriff gemeldet. Aktuell: knapp 50 Mio. Tonnen über das Seeterminal vom 01.01. bis 25.09.2026, umgerechnet rund 1,37 Mio. Barrel am Tag im Jahresmittel (eigene Rechnung aus der Angabe des CPC-Pressediensts via Trend.Az, 30.09.2026). Vorher: 1,32 Mio. Barrel am Tag im Juli. Die knapp 50 Mio. Tonnen wurden auf 397 Tankern verladen, 4 Mio. Tonnen weniger als im Vorjahreszeitraum mit 453 Tankern. Für September erwartete Reuters rund 1,5 Mio. Barrel am Tag. Der CPC-Pressedienst nennt als Gründe für den Rückgang die Folgen des Vorfalls an einer Einzelpunkt-Verladeboje 2025, geringere Anlieferungen von Tengizchevroil im ersten Quartal, längere Gefahrenwarnungen im Raum Noworossijsk und mehr Tage mit verladefeindlichem Wetter. Die Wartung am Feld Karatschaganak lief vom 07.09. bis zum 01.10.2026 und kostete 400 bis 450 Tsd. Tonnen Öl und Gaskondensat; eine Meldung über das Wiederanfahren liegt nicht vor. Kasachstan senkte sein Jahresziel 2026 von 98 auf 96 Mio. Tonnen. Über 80 Prozent der kasachischen Ausfuhren laufen über die CPC; 2025 waren es nach dem kasachischen Statistikamt 64,8 von 76,3 Mio. Tonnen. Einen Verladeplan für Oktober haben wir nicht gefunden, ein Angriff auf das Terminal wurde in der ersten Oktoberwoche nicht gemeldet.
Trend.Az 30.09.2026 (CPC-Pressedienst), Astana Times 06.10.2026 (Bureau of National Statistics), Times of Central Asia 16.09.2026, Pipeline & Gas Journal 14.09.2026
FujairahHafen und Terminal
lädt, Angriffsrisiko
Endpunkt der ADCOP-Pipeline, liegt schon außerhalb von Hormus am Golf von Oman. Aktuell: siehe ADCOP.
Argus
YanbuHafen und Terminal
Export nahe der Auslegung, Angriffsrisiko
Die Rohölexporte laufen wieder und liegen nahe der Auslegung. Am 01.10. traf ein nicht identifiziertes Geschoss das Terminal Yanbu North, ein Brand im Tankfeld unterbrach die Verladung kurz, danach wurde weiter verladen. Ein Bekenntnis gibt es nicht; vergleichbare Angriffe wurden zuvor den Huthi zugeschrieben. Aktuell: rund 4 Mio. Barrel am Tag stehen für den Export über Yanbu zur Verfügung, bei Petroline-Flüssen nahe 5,5 Mio. (Kpler Insight via congress.net, 06.10.2026); knapp 10 Mio. Barrel wurden bis zum 27.09. in Yanbu und Al Muajjiz verladen (ESA-Satellitenbilder via Reuters), an einem Ladetag Ende September elf Tanker gleichzeitig (Bloomberg via The Maritime Executive, 01.10.2026). Vorher: bis 4,5 Mio. Barrel am Tag Export über die Pipeline (Kpler). Die Einstufung wechselt mit dieser Runde von stark eingeschränkt auf gestört: Die Verladung liegt mit rund 4 Mio. Barrel am Tag nahe der Auslegung von rund 4,5 Mio., und der Angriff vom 01.10. hat sie nur kurz unterbrochen. Der Zeitpunkt der Wiederaufnahme wird unterschiedlich angegeben: Reuters nannte am 29.09. den 22.09., The Maritime Executive schreibt am 01.10. von einer Wiederaufnahme am Montag nach 17 Tagen Stillstand, also am 28.09. Saudi-Arabien senkte für November den Preis für Arab Light nach Asien um 3 US-Dollar auf 5 US-Dollar unter dem Mittel von Oman und Dubai, den weitesten Abschlag seit Juni 2020; begründet wird das mit den Rekordfrachtraten. Die Reuters-Umfrage hatte für November eine Erhöhung von bis zu 5 US-Dollar erwartet. Die saudischen Wochenverladungen lagen nach Kpler auf dem höchsten Stand seit April 2020. Frankreich sagte am 25.09. Soldaten, Radare und Luftabwehr für Yanbu zu. Die Raffinerie Yasref in Yanbu liefert normalerweise rund 200 Tsd. Barrel Diesel am Tag.
congress.net 06.10.2026 (Kpler Insight), The Maritime Executive 01.10.2026 (Bloomberg, Vanguard Tech), Marine Insight 03.10.2026, Reuters via Marine Link 29.09.2026, EnergyNow 05.10.2026 (Reuters), Al Jazeera 25.09.2026
Ust-Luga und PrimorskHafen und Terminal
lädt trotz Angriffen
Ukrainische Drohnen trafen Ust-Luga am 14.08. und 01.09. Russland verlädt trotzdem mehr. Die Angriffswelle auf Raffinerien und Tanklager im Hinterland hält an und reichte in der Nacht zum 06.10. bis vor Moskau; auf den Hafen selbst wurde in der ersten Oktoberwoche kein Angriff gemeldet. Aktuell: Ust-Luga rund 700 Tsd. Barrel am Tag (Reuters via Moscow Times, 01.09.2026); russische Seeexporte 3,71 Mio. Barrel am Tag im Vierwochenschnitt bis 27.09.2026 (Bloomberg via Moscow Times, 29.09.2026). In der Nacht zum 02.10. trafen ukrainische Drohnen nach Bestätigung des ukrainischen Generalstabs die Raffinerie Wolgograd, das Chemiewerk Kaustik und die Transneft-Station Samara; die Kapazität der Raffinerie wird mit 14,8 Mio. Tonnen im Jahr (Kyiv Post) bis rund 15 Mio. (Kyiv Independent) angegeben, das Tanklager bei Samara umfasst 71 Tanks mit über 1,6 Mio. Kubikmetern. In der Nacht zum 06.10. griffen Drohnen die Transneft-Station Wolodarskaja rund 40 Kilometer vor dem Moskauer Zentrum an, die über eine Produktleitung die Flughäfen der Region versorgt; die Monitoringkanäle Exilenova und Supernova berichteten von zwei brennenden Tanks, der Kyiv Independent konnte das nicht sofort prüfen. Zu den Drohnenzahlen nennen russische Stellen Unterschiedliches: Moskaus Bürgermeister Sobjanin sprach von 650 Drohnen in Richtung der Region und 105 abgeschossenen nahe Moskau, der Gouverneur der Oblast von 185 abgeschossenen, das Verteidigungsministerium von 868 insgesamt; die Moscow Times meldete zwei Tote und neun Verletzte. Das ukrainische Verteidigungsministerium bezifferte am 04.10. den Ausfall der russischen Raffineriekapazität auf über 51 Prozent, der Generalstab hatte am 21.09. über 45 Prozent genannt; eine unabhängige Bestätigung gibt es nicht, die Ukraine ist Konfliktpartei. Präsident Putin sprach am 01.10. von Kosten in Höhe von rund einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts und auf die Frage nach dem ukrainischen Ziel von einem Teilerfolg. Russland verlängerte am 30.09. das Dieselexportverbot für Produzenten bis zum 31.10.; für Händler gilt es bis Januar, für Benzin bis Ende Januar 2027, für Flugkerosin bis Ende November. Vizepremier Nowak sagte am 02.10., der Dieselmarkt sei ausgeglichen, eine teilweise Öffnung werde geprüft. Ein Dekret vom 28.09. verbietet, Raffinerie- und Exportdaten zu veröffentlichen, sofern die Unternehmen sie nicht selbst offenlegen; das erschwert unabhängige Zahlen.
Kyiv Post und Kyiv Independent 02.10.2026, Kyiv Independent 04.10.2026, AP via PBS NewsHour 05.10.2026, Kyiv Independent, Euromaidan Press und Moscow Times 06.10.2026, Meduza 01.10.2026, Moscow Times 30.09. und 02.10.2026, Kyiv Independent 28.09.2026, Bloomberg via Moscow Times 29.09.2026
New York HarborHafen und Terminal
Destillat sehr knapp
Preisort für Heizöl im US-Nordosten. Heizöl und Diesel stammen aus derselben Destillatgruppe und bewegen sich deshalb zusammen. Ein Ausfuhrverbot für Diesel ist seit dem 02.10. vom Tisch: Präsident Trump sagte, man werde es nicht machen, man habe es nie vorgehabt. Aktuell: Heizöl im Bundesstaat New York 6,164 USD je Gallone in der Woche zum 28.09.2026, 65,3 Prozent über dem Vorjahr (NYSERDA); Diesel im US-Einzelhandel 6,3151 USD je Gallone landesweit und 6,5189 USD in New York (AAA, 06.10.2026); Destillatbestände landesweit 105,2 Mio. Barrel, 13 Prozent unter dem Fünfjahresschnitt (EIA, Woche bis 25.09.2026). Vorher: Heizöl in New York 3,72 USD je Gallone im Monatsmittel September 2025 (NYSERDA); der Septemberschnitt 2026 lag bei 6,27 USD. Die EIA erwartet in ihrem Kurzfristausblick vom 06.10.2026, dass die Destillatbestände an der Ostküste den ganzen Winter rund 20 Prozent unter dem Mittel der Jahre 2021 bis 2025 bleiben; im September lagen sie 32 Prozent darunter. Für die rund 3 Prozent der US-Haushalte, die überwiegend mit Heizöl heizen und fast alle im Nordosten liegen, erwartet die Behörde im Winter 2026/27 um 21 Prozent höhere Ausgaben und um über 30 Prozent höhere Heizölpreise; den Ausgabenanstieg dämpft nach ihrer Annahme ein milderer Winter im Nordosten. Zum Verbot: Präsident Trump schloss es am 02.10. aus, nachdem die G7 die Freigabe von bis zu 100 Mio. Barrel beschlossen hatten; geprüft wird stattdessen, gefärbten und steuerbefreiten Diesel für den Straßenverkehr freizugeben, was die Bundessteuer von 24 Cent je Gallone spart. Die Erhebungen weichen voneinander ab: NYSERDA nennt 6,164 USD für die Woche zum 28.09. und 6,27 USD im Monatsmittel September, die EIA-Umfrage nennt für Diesel 6,199 USD zum 05.10., AAA 6,3151 USD zum 06.10. Der EIA-Wochenbericht für die Woche zum 02.10. war am 07.10. noch nicht veröffentlicht. Die Angabe, die Destillatbestände lägen 14 Prozent unter dem Fünfjahresschnitt, stammt aus der Zweitberichterstattung; die EIA-Zusammenfassung nennt 13 Prozent.
NYSERDA Weekly Energy and Fuels Markets Report 02.10.2026, AAA Gas Prices 06.10.2026, EIA Weekly Petroleum Status Report 30.09.2026, EIA Short-Term Energy Outlook 06.10.2026, Transport Topics 02.10.2026
Langeled und das norwegische ExportnetzGaspipeline
Wartungssaison, Flüsse reduziert
Norwegen ist mit rund einem Drittel der EU-Gasimporte der größte Lieferant Europas. Im September 2026 läuft die jährliche Wartungssaison, die die Lieferungen für mehrere Wochen senkt, und das bei niedrigen Speicherständen. Ein außergewöhnlicher Ausfall ist nicht belegt. Aktuell: saisonale Wartungen senken die Lieferungen mehrere Wochen (Gas Outlook, 07.09.2026). Vorher: Pipeline-Exporte 2025: 114,9 Mrd. Kubikmeter, minus 2,3 Prozent gegenüber dem Rekord 2024; normal rund 340 Mio. Kubikmeter am Tag. Ein Planwert von Oktober 2025 nannte für September 2026 Wartungsausfälle von 26 Mio. Kubikmeter am Tag. Eine Bestätigung der tatsächlichen Ausfälle liegt nicht vor.
Gas Outlook 07.09.2026, Argus Media 31.10.2025, Pipeline & Gas Journal Januar 2026 (Gassco)
Nigeria LNG, Bonny IslandLNG-Terminal (Export)
Force Majeure, Gasmangel
Nigeria LNG produziert, steht aber seit 2022 durchgehend unter Force Majeure, weil aus dem Hinterland zu wenig Gas ankommt. Aufgehoben wird sie erst bei 90 Prozent Auslastung. Trotz der Preisrally bedient das Unternehmen nach eigener Aussage zuerst die Bestandskunden. Aktuell: Auslastung 82 bis 83 Prozent, Force Majeure weiter in Kraft (17.09.2026). Vorher: sechs Trains mit 22 Mio. Tonnen im Jahr, Train 7 soll Ende 2027 auf 30 Mio. Tonnen erhöhen.
Ecofin Agency 17.09.2026
LNG-Terminal Mukran, RügenLNG-Terminal (Import)
nur noch eine Einheit
Das private Terminal vor Rügen war im Winter 2025/26 mit 22 Terawattstunden der stärkste deutsche Importpunkt, arbeitet aber nur noch mit einer statt zwei schwimmenden Einheiten. In den Vorjahren lag die Auslastung im einstelligen Prozentbereich. Aktuell: Winter 2025/26: 22 Terawattstunden eingespeist, Importzuwachs 2026 über 70 Prozent. Vorher: Kapazität 412 Gigawattstunden am Tag mit zwei Einheiten, Auslastung 2025 nur 3 Prozent. Die Kapazitätsangabe gilt für den Betrieb mit zwei Einheiten, eine aktuelle Betreiberzahl für den Betrieb mit einer Einheit liegt nicht vor.
ingenieur.de August 2026, zfk 27.03.2025
LNG-Terminal DünkirchenLNG-Terminal (Import)
Streik drückt die Einspeisung
Frankreichs größtes LNG-Terminal wurde am 15. September 2026 von einem landesweiten Energiestreik getroffen, die Einspeisung brach auf 4 Gigawattstunden am Tag ein. Der Zeitpunkt trifft Europa mitten in der Speicherbefüllung. Aktuell: am 15.09.2026 rund 476 Gigawattstunden am Tag weniger als normal; Fos-sur-Mer und Montoir liefen normal. Vorher: Kapazität 9,55 Mio. Tonnen im Jahr, das sind 13 Mrd. Kubikmeter. Ob der Streik über den 15.09.2026 hinaus andauert, ist nicht bestätigt.
Reuters via Global Banking and Finance 15.09.2026, France 24 15.09.2026, Global Energy Monitor 17.09.2026
Montoir läuft technisch normal. Der Standort hat aber einen Langfristvertrag über 3 Mio. Tonnen katarisches Gas im Jahr bis 2035, der seit dem Ausfall von Ras Laffan nicht bedient wird. Ersatzweise war Montoir im Januar 2026 einer der Hauptankunftshäfen für russisches Jamal-LNG. Aktuell: Betrieb normal am 15.09.2026; im Januar 2026 sechs Ladungen aus Jamal. Vorher: Kapazität 9,84 Mio. Tonnen im Jahr, Buchungen bis 2035 vollständig vergeben. Dass der katarische Vertrag derzeit nicht bedient wird, folgt aus der Force Majeure von QatarEnergy. Eine terminalscharfe Bestätigung liegt nicht vor.
Global Energy Monitor 17.09.2026, Reuters 15.09.2026, gCaptain 04.02.2026
Keystone-Pipelinesystem (Hardisty nach Cushing und Port Arthur)Pipeline
gedrosselt nach Leck
Das System bringt kanadisches Schweröl nach Cushing und an die US-Golfküste. Seit dem Rohrbruch in North Dakota im April 2025 läuft es unter behördlichen Druckauflagen und damit unter Nennkapazität. Der Betreiber rechnet erst zwischen Ende 2026 und 2027 mit der stufenweisen Aufhebung. Aktuell: zweites Quartal 2026: rund 596.000 Barrel am Tag, Betriebsfaktor 93 Prozent. Vorher: Nennkapazität 700.000 Barrel am Tag. Für 2026 ist kein neues Leck belegt. Die Drosselung geht auf den Vorfall vom April 2025 zurück, bei dem rund 3.500 Barrel austraten.
South Bow Quartalsbericht 05.08.2026, PHMSA, Global Energy Monitor 17.09.2026
Kap der Guten HoffnungSeeweg
Ausweichroute aktiv
Umweg um Afrika für Schiffe, die das Rote Meer meiden, und seit dem Ausfall von Hormus auch für Ladungen aus dem Golf. Der Verkehr hat sich seit Kriegsbeginn im Februar 2026 verdoppelt. Aktuell: der Verkehr ums Kap hat sich seit Kriegsbeginn im Februar 2026 verdoppelt; die Route kostet über 14 Tage zusätzliche Fahrzeit, rund 5.000 Meilen Mehrweg und über 1 Mio. US-Dollar Treibstoff je Reise (Auswertung via Yahoo Finance, 28.09.2026). Die EIA nennt für Golf nach Rotterdam 19 Tage über Suez gegen 35 ums Kap.. Vorher: 9,1 Mio. Barrel am Tag (1. Halbjahr 2025).
Yahoo Finance 28.09.2026 (Verdopplung des Verkehrs, Mehrzeit und Mehrkosten), U.S. EIA (Mengen 1. Halbjahr 2025, typische Fahrtdauer), Anadolu
Habshan–Fujairah (ADCOP)Pipeline
Umgehung läuft, Angriffsrisiko
Die wichtigste noch laufende Umgehung von Hormus. Fujairah wurde im März und Mai von Drohnen getroffen. Aktuell: 1,7 bis 1,8 Mio. Barrel am Tag (Mai). Vorher: Nennkapazität 1,5 Mio. Barrel am Tag.
Das Projekt steht seit November 2023 unter US-Blockadesanktionen, exportiert aber seit August 2025 systematisch nach China. Novatek betreibt dafür eine eigene Flotte, die Mengen wachsen, seit der Weltmarkt durch den Katar-Ausfall aufnahmefähig ist. Aktuell: 2026 bis zum 25.08.: 2,3 Mio. Tonnen in 31 Lieferungen nach Beihai in China, Flotte von mindestens 18 Schiffen. Vorher: drei Trains à 6 Mio. Tonnen geplant, zusammen 19,8 Mio. Tonnen im Jahr. Wie viele Trains dauerhaft produzieren, ist nicht unabhängig bestätigt. Die ausländischen Anteilseigner haben ihre Beteiligung seit Dezember 2023 eingefroren.
Barents Observer 25.08.2026, Projektangaben via Wikipedia 17.09.2026
LNG-Terminal ZeebruggeLNG-Terminal (Import)
Drehscheibe für russisches LNG
Zeebrugge ist der größte europäische Umschlagplatz für russisches LNG und nahm im Januar 2026 sechs Jamal-Ladungen an. Die Umladung zur Weiterfuhr in Drittländer ist in EU-Häfen verboten, der Import zum Verbrauch in der EU bleibt bis Januar 2027 erlaubt. Aktuell: Januar 2026: sechs Ladungen aus Jamal, keine technische Störung gemeldet. Vorher: Regasifizierungskapazität 9 Mrd. Kubikmeter im Jahr.
Global Energy Monitor 17.09.2026, gCaptain 04.02.2026, Barents Observer 25.08.2026
Ostsibirien-Pazifik-Pipeline (ESPO) nach KosminoPipeline
läuft voll, Chinas Ersatzbarrel
Russlands Pazifikroute ist seit dem Ausfall von Hormus das wichtigste Grenzbarrel für chinesische und indische Raffinerien. Die Verladungen in Kosmino liegen stabil bei rund 1 Mio. Barrel am Tag. Die Sanktionen treffen vor allem Tanker und Handelsketten, nicht die Leitung. Aktuell: Verladeplan Kosmino für September 2026: 4,0 Mio. Tonnen, rund 2 Prozent weniger je Tag als im August. Vorher: Auslegung der Hauptlinie 1,6 Mio. Barrel am Tag, Länge 4.857 Kilometer. Angaben: Reuters, 2026: Exporte aus Kosmino in sieben Monaten um 6 Prozent gestiegen, China hält 83 Prozent der Käufe, Indien 16; CREA, Juli 2026: ESPO macht 74 Prozent des in China entladenen russischen Rohöls aus, im Vormonat 62; CREA, Juli 2026: rund 62 Prozent des russischen Seerohöls fahren auf sanktionierten Schattenflotten-Tankern. Eine Tagesmenge allein für die Leitung, getrennt von den Hafenverladungen, liegt nicht vor.
Reuters via MarineLink September 2026, Reuters via OilPrice 2026, CREA Juli 2026
Trans-Mountain-Pipeline mit ErweiterungPipeline
voll ausgelastet, Umlenkung nach Asien
TMX bringt Rohöl aus Alberta an die Pazifikküste bei Vancouver und ist seit Juni 2026 erstmals voll ausgelastet. Rund zwei Drittel der Ladungen gehen nach Asien, China ist größter Abnehmer. Der nächste Kapazitätsschritt wurde wegen der Krise vorgezogen. Aktuell: zweites Quartal 2026: 840.000 Barrel am Tag, 94 Prozent Auslastung, 82 Tanker im Quartal. Vorher: Betriebskapazität 890.000 Barrel am Tag; im Vorjahresquartal 703.000 Barrel am Tag. Angaben: Trans Mountain, Quartalsbericht 2026: 510.000 Barrel am Tag über das Westridge-Terminal, 65 Prozent der Tanker mit Ziel Asien; Bloomberg, September 2026: zusätzliche 10 Prozent Kapazität bis Ende 2026 statt wie geplant 2027.
Trans Mountain Quartalsbericht Q2 2026, Bloomberg via EnergyConnects September 2026, Reuters 11.06.2026
Goreh-Jask-Pipeline zum Golf von OmanPipeline
Umgehung aktiv, geringer Durchsatz
Iran umgeht über diese Leitung die Straße von Hormus und verlädt am Terminal Jask im Golf von Oman. Seit März 2026 sind wieder Verladungen belegt, aber in kleinem Umfang und mit langen Pausen. Aktuell: erste erfasste Exporte ab Jask im März 2026 mit 64.600 Barrel am Tag, zwischen März und Juli mindestens sechs Tankerlieferungen. Vorher: Auslegung 300.000 Barrel am Tag, geplanter Ausbau auf 1 Mio. Barrel am Tag. Irans Gesamtexporte lagen im Juli 2026 bei 687.500 Barrel am Tag. Eine eigenständige Monatsmenge für Jask ist darin nicht ausgewiesen.
S&P Global Commodity Insights 05.08.2026, Global Energy Monitor 17.09.2026
SundastraßeMeerenge
Ausweichweg, kaum genutzt
Die Sundastraße zwischen Sumatra und Java gilt als Ausweichweg für Malakka, trägt im Normalbetrieb aber nur einen Bruchteil des Verkehrs. Sie ist tiefer als Malakka und nimmt voll beladene Großtanker auf, kostet aber Zeit. Aktuell: für 2026 liegt keine quellenbelegte Transitzahl vor. Vorher: laut dem kommerziellen Anbieter Ballast Markets rund 2.280 Schiffe im Jahr, etwa 2,4 Prozent des Malakka-Verkehrs; Umweg 7 bis 8 Tage. Die Transitzahlen stammen von einem kommerziellen Anbieter ohne erkennbare Primärquelle und ohne Datum. Eine Zunahme im Jahr 2026 ist nicht belegt.
Ballast Markets (Abruf 17.09.2026), RSIS
LombokstraßeMeerenge
Tiefwasser-Ausweichweg
Die Lombokstraße ist die tiefe Alternative zu Malakka und wird regelmäßig von den größten Tankern genutzt, für die Malakkas Tiefgang knapp ist. Ob sie 2026 stärker genutzt wird, lässt sich mit öffentlichen Daten nicht belegen. Aktuell: keine belastbare Transitzahl für 2026; ein Verkehrsdienst meldet am 17.09.2026 Normalbetrieb, weist aber auf eine zu dünne Datenbasis hin. Vorher: Fahrwasser mehrere hundert Meter tief, Malakka dagegen rund 25 Meter maßgebende Tiefe. Angaben: Eurasia Review, 11.05.2026: rund 15.099 Schiffe im Jahr 2023, an anderer Stelle im selben Text 21.547; VanEck, 2026: Malakka führte Mitte 2025 rund 23,2 Mio. Barrel am Tag und damit 29 Prozent des Seehandels mit Öl. Die beiden Schiffszahlen für 2023 widersprechen einander, eine amtliche indonesische Zählung für 2026 liegt nicht vor.
Eurasia Review 11.05.2026, GEOPOL und ShipInfo (Abruf 17.09.2026), VanEck 2026
Straße von MalakkaMeerenge
läuft, erhöhtes Risiko
Keine Störung gemeldet. Es kommt aber deutlich weniger Öl aus dem Golf nach Asien. Aktuell: rund 224 Frachtschiffe am Tag (IMF PortWatch, 7 Tage bis 13.09.2026); für Anfang Oktober liegt keine belastbare neue Zählung vor. Vorher: 23,2 Mio. Barrel am Tag.
IMF PortWatch, EIA
Bosporus und DardanellenMeerenge
läuft, erhöhtes Risiko
Die Türkei hielt vom 06. bis 09.08. Genehmigungen für Schiffe nach Russland und in die Ukraine zurück, seitdem laufen die Durchfahrten wieder. Die Kriegsrisiko-Versicherung im Schwarzen Meer ist stark gestiegen. Aktuell: Durchfahrten seit dem 09.08.2026 wieder freigegeben; für Anfang Oktober liegt keine Zählung vor. Vorher: 3,7 Mio. Barrel am Tag. Das Joint War Committee in London erweiterte mit dem Zirkular JWLA-035 vom 16.09. das Kriegsrisikogebiet auf praktisch das ganze Schwarze Meer, die Hoheitsgewässer der Türkei, Rumäniens, Bulgariens und Georgiens ausdrücklich ausgenommen; Turkish Minute berichtete darüber am 24.09. Zum 01.10.2026 traten überarbeitete Bedingungen mehrerer Versicherer in Kraft. Für große Schiffe nach Greater Odesa werden rund 25.000 US-Dollar am Tag genannt, rund 150.000 US-Dollar je Reise bei sechs Tagen im Gebiet; standardisierte Prämien gibt es nicht. Die türkischen Einfuhren aus Russland über alle Waren fielen im August 2026 auf 1,93 Mrd. US-Dollar nach 3,23 Mrd. im Juli; die Moscow Times nennt in derselben Meldung über 100 beschädigte Schiffe, ohne diese Zahl dem Statistikinstitut zuzuordnen. Das Risikounternehmen Ambrey zählte zwischen dem 01.07. und dem 21.09. 156 Angriffe auf Schiffe in russischen und ukrainischen Gewässern, im Vergleichszeitraum 2025 waren es 12.
Regulas Shipping 20.09.2026 und Beinsure 23.09.2026 (Joint War Committee), Moscow Times 01.10.2026 (Türkisches Statistikinstitut via Vedomosti), Turkish Minute 24.09.2026 (Ambrey), gCaptain 09.08.2026, EIA
Dänische MeerengenMeerenge
läuft, erhöhtes Risiko
Hauptweg der russischen Ostsee-Exporte, auch der sogenannten Schattenflotte. Keine aktuelle Störung gemeldet. Aktuell: russische Seeexporte 3,71 Mio. Barrel am Tag im Vierwochenschnitt bis 27.09., in der Einzelwoche 3,99 Mio. (Bloomberg via Moscow Times, 29.09.2026); der Bloomberg-Stand vom 06.10.2026 lag uns nicht vor. Vorher: 4,9 Mio. Barrel am Tag. Am 01.10.2026 setzte Großbritannien 31 Einträge neu auf die Russland-Sanktionsliste, darunter sechs Schiffe wegen Transports von russischem LNG und die Novatek Gas and Power Asia; Rohöltanker waren nicht darunter. In der ersten Oktoberwoche gab es keine neue EU- oder US-Maßnahme mit Ölbezug. Das 22. EU-Paket kommt nach Angaben des Selenskyj-Beraters Wlasjuk vom 03.10. realistisch erst im November; für Oktober erwartet er rund 1.600 Listungen überwiegend aus dem Rüstungsbereich. Eine Festsetzung eines Tankers in den dänischen Meerengen wurde in der ersten Oktoberwoche nicht gemeldet. Das US-Sanktionsgesetz vom 18.09. erlaubt Maßnahmen gegen die Schattenflotte und Zölle von bis zu 100 Prozent gegen die fünf größten Käufer russischen Öls und Gases; die Anwendung liegt im Ermessen des Präsidenten.
Bloomberg via Moscow Times 29.09.2026, UK Government Sanctions Notice Russia 01.10.2026, ua.news 03.10.2026, OFAC Recent Actions (Abruf 07.10.2026), EIA
Druschba-PipelinePipeline
läuft laut letzter Meldung
Der Südstrang nach Ungarn und in die Slowakei läuft seit dem 23.04. wieder, nach einer Reuters-Auswertung im Mai erstmals wieder auf Normalniveau. Für die Zeit danach liegt kein belastbarer Durchsatzwert vor. Aktuell: Südstrang seit 23.04.2026 in Betrieb, im Mai 2026 auf Normalniveau; für die erste Oktoberwoche liegt keine Meldung über Flussänderungen oder Angriffe auf Pumpstationen vor.
Reuters via Kyiv Independent 03.06.2026
Rotterdam (ARA)Hafen und Terminal
läuft, angespannt
Europas Drehscheibe für Diesel und Heizöl. Die Bestände in Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen stiegen im September weiter, bleiben aber unter dem Stand vor Kriegsbeginn. Bei Kerosin zeichnet sich für das vierte Quartal eine Lücke ab. Aktuell: Gasöl 12,59 Mio. Barrel und Schweröl in Bunkerqualität 5,47 Mio. Barrel im Septemberschnitt, 4 beziehungsweise 18 Prozent mehr als im August (ENGINE mit Daten von Insights Global, 02.10.2026). Die Angabe Schweröl meint Bunkerqualität, nicht das Heizöl der Haushalte; dieses steckt in der Gasölzeile. Der Schwerölbestand liegt rund 51 Prozent über dem Tief vom Mai, aber 15 Prozent unter dem Stand vom Februar vor Kriegsbeginn. Die Schwerölimporte fielen im September auf 266 Tsd. Barrel am Tag nach 342 Tsd. im August, die Gasölimporte stiegen auf 197 Tsd. nach 155 Tsd. Kurzfristig ist Bunkerware in den ARA-Häfen knapp, empfohlen werden fünf bis sieben Tage Vorlauf. Der EU-Dieselpreis erreichte in der Woche zum 30.09. mit 2,24 Euro je Liter einen Rekord, zwölf Mitgliedstaaten lagen auf Allzeithoch; vor der Eskalation im Februar waren es 1,59 Euro. Goldman Sachs erwartet laut CNBC vom 06.10. für 2027 Diesel- und Kerosinmargen von über 40 US-Dollar je Barrel gegen üblicherweise rund 20. Energy Aspects erwartet für Europa im vierten Quartal ein Kerosindefizit von 510 Tsd. Barrel am Tag; dazu liegt für Anfang Oktober keine neue Zahl vor. Einen Wochenbestandsbericht für die Woche zum 01.10. haben wir nicht gefunden.
Raffinerien hoch ausgelastet, Reserve wird angezapft
Die US-Raffinerien laufen weiter hoch ausgelastet, der Wochenwert ist zuletzt aber gefallen. Washington hat ein Ausfuhrverbot für Diesel am 02.10. ausgeschlossen und stattdessen ein weiteres Tauschgeschäft über Rohöl aus der strategischen Reserve ausgeschrieben. Aktuell: Raffinerieauslastung landesweit 92,5 Prozent in der Woche bis 25.09.2026 nach 94,0 Prozent in der Vorwoche; Destillatexporte 1,53 Mio. Barrel am Tag; strategische Reserve 283,8 Mio. Barrel und damit der niedrigste Stand seit Oktober 1982 (EIA, 30.09.2026). Für die Golfküste allein konnten wir für September und Oktober keinen belastbaren Auslastungswert finden; die EIA-Reihe lieferte beim Abruf nur Werte bis Anfang August. Das Energieministerium schrieb am 05.10. ein Tauschgeschäft über bis zu 40 Mio. Barrel aus der strategischen Reserve aus, also eine Abgabe mit Rückgabepflicht und nicht eine endgültige Freigabe; Angebotsfrist 06.10., Lieferung im November und Dezember aus Big Hill und Bryan Mound. Rigzone nennt die 172 Mio. Barrel als US-Beitrag zur IEA-Zusage vom März über 400 Mio. Barrel, ohne zu sagen, dass dieser Beitrag damit erschöpft ist. Energieminister Chris Wright kritisierte, mehrere europäische Mitglieder hätten nur einen Bruchteil ihrer Zusagen freigegeben. Die Reserve liegt bei 39,7 Prozent der genehmigten Kapazität von 714 Mio. Barrel. Die US-Rohölförderung lag bei 13,955 Mio. Barrel am Tag, die Destillatnachfrage im Vierwochenschnitt 5,2 Prozent über dem Vorjahr. Den amtlichen Wochenbericht für die Woche zum 02.10. hat die EIA erst am 07.10. angekündigt; die Schätzung des American Petroleum Institute vom 06.10. nennt 2,09 Mio. Barrel weniger Rohöl und ist keine EIA-Zahl.
EIA Weekly Petroleum Status Report 30.09.2026, Rigzone 05.10.2026 (US-Energieministerium), Transport Topics 02.10.2026
Libyen (Es Sider)Hafen und Terminal
läuft, politisches Risiko
Förderung auf dem höchsten Stand seit 13 Jahren, keine Hafenschließung in Es Sider bekannt. Die von einer bewaffneten Gruppe stillgelegte Leitung von Sharara nach Zawiya fließt seit dem 26.09. wieder, die ersten Einheiten der Raffinerie Zawiya laufen. Aktuell: Ventil 7 der Leitung Sharara nach Zawiya seit dem 26.09. wieder offen, erste Einheiten der Raffinerie Zawiya wieder in Betrieb (NOC via Reuters, 27.09.2026); für die erste Oktoberwoche liegt keine neue Meldung vor. Vorher: zuletzt gemeldet 1,49 Mio. Barrel am Tag (Juni 2026). Die NOC bezifferte den Ausfall am 25.09. auf 720.362 Barrel und über 75 Mio. US-Dollar, The National nannte am 26.09. über 942.000 Barrel und rund 95 Mio. US-Dollar für die ganze Woche. Als Verursacher nennt The National bewaffnete Gruppen der Western South Oil Facilities Guard Agency und der Western Military Zone; Hintergrund sind Gehaltsforderungen und Streit um die Neubesetzung des Waha-Oil-Vorstands. In der ersten Oktoberwoche wurde keine Hafenschließung und keine neue Stilllegung gemeldet. Die jüngste Fördermenge der NOC stammt vom 21.06.2026 mit 1,43 Mio. Barrel Rohöl und 49.163 Barrel Kondensat am Tag.
NOC 25.09.2026, Reuters via Rallies 27.09.2026, Libya Observer und The National 26.09.2026, Libya Analysis 23.09.2026, Businessfront 24.06.2026 (NOC)
Nigeria (Bonny)Hafen und Terminal
läuft
Europäische Raffinerien kaufen hier Ersatz für ausfallendes saudisches Öl. Aktuell: 320.040 Barrel am Tag über das Terminal Bonny im August 2026 (NUPRC, 13.09.2026). Nigeria förderte im August 2026 insgesamt rund 1,68 Mio. Barrel Rohöl und Kondensat am Tag. Für die erste Oktoberwoche liegt keine neue Meldung zu Bonny, zur Trans-Niger-Pipeline oder zur Förderung vor. Die europäischen Benzin- und Kerosinimporte stützen sich zunehmend auf die nigerianische Raffinerie Dangote; die Benzinausfuhren des Landes erreichten im ersten Halbjahr 2026 rund 750 Mio. US-Dollar.
NUPRC 13.09.2026, Billionaires Africa 25.09.2026
TurkStream mit Balkan StreamGaspipeline
läuft, letzte Russland-Route
Seit dem Ende des Ukraine-Transits am 1. Januar 2025 die einzige Route für russisches Pipelinegas nach Europa. Die Mengen liegen 2026 leicht über Vorjahr. Belastend wirken Drohnenangriffe auf die Einspeisestation Russkaja und der beschlossene EU-Ausstieg bis Herbst 2027. Aktuell: August 2026: 51,9 Mio. Kubikmeter am Tag, plus 3 Prozent gegenüber August 2025. Vorher: Auslegung 31,5 Mrd. Kubikmeter im Jahr für beide Stränge zusammen. Ob Bulgarien den Transit nach Serbien und Ungarn stoppt, ist zwischen Sofia, Belgrad, Budapest und der EU-Kommission strittig.
Pipeline & Gas Journal 03.09.2026, TASS 01.07.2026, Balkan Green Energy News 02.06.2026
Transmed (Algerien über Tunesien nach Italien)Gaspipeline
läuft, Italiens Hauptader
Die zentrale Gasachse von Algerien nach Italien und seit 2022 Italiens wichtigste Versorgungslinie. Nach der Force Majeure von QatarEnergy reisten europäische Regierungen im März 2026 nach Algier, um zusätzliche Mengen zu sichern. Der Engpass ist nicht das Rohr, sondern die algerische Förderung. Aktuell: für 2026 liegt keine veröffentlichte Monatsmenge vor. Vorher: Nennkapazität rund 33,5 Mrd. Kubikmeter im Jahr; Algerien lieferte 2025 insgesamt 20 Mrd. Kubikmeter an Italien, das sind 36 Prozent des italienischen Verbrauchs.
Carnegie Endowment 09.07.2026, Il Sole 24 Ore 2026, Ecofin Agency 21.07.2026
Medgaz (Algerien nach Spanien)Gaspipeline
läuft, Ausbau verhandelt
Verbindet Beni Saf mit Almería und ist seit der Schließung der Maghreb-Europa-Leitung 2021 die einzige direkte Gasverbindung Algeriens nach Spanien. Madrid und Algier verhandeln seit März 2026 über bis zu zehn Prozent mehr Durchleitung. Aktuell: algerisches Gas deckte in den ersten beiden Monaten 2026 über 29 Prozent der spanischen Gasimporte. Vorher: Kapazität nach dem Ausbau je nach Quelle 10 bis 16 Mrd. Kubikmeter im Jahr. Die Kapazitätsangaben gehen laut Global Energy Monitor deutlich auseinander, eine offiziell bestätigte Zahl nach dem Ausbau fehlt.
Pipeline & Gas Journal 26.03.2026, Carnegie Endowment 09.07.2026, Global Energy Monitor 16.09.2026
Trans-Adria-Pipeline mit TANAP (Südlicher Gaskorridor)Gaspipeline
läuft, erste Ausbaustufe fertig
Transportiert aserbaidschanisches Gas aus Shah Deniz über die Türkei und Griechenland nach Italien. Anfang 2026 wurde die erste Ausbaustufe abgeschlossen. Trotz der Krise bleibt der Beitrag zum EU-Gasmix klein. Aktuell: kumuliert 60 Mrd. Kubikmeter nach Europa seit Betriebsbeginn, davon 50 nach Italien (TAP AG, 10.07.2026). Vorher: Ausgangskapazität 10 Mrd. Kubikmeter im Jahr, Ziel mindestens 20 bis 2027; Aserbaidschan lieferte 2025 11,3 Mrd. Kubikmeter an die EU, das sind 3,9 Prozent der EU-Gasimporte. Die Ausbauzusage steht in Spannung zur Förderentwicklung in Aserbaidschan. Die Zweifel stammen aus Berichterstattung, nicht von TAP oder SOCAR.
TAP AG 10.07.2026, Caucasus Business Journal 28.06.2026, Rat der EU (Daten 2025)
Sabine Pass LNG, LouisianaLNG-Terminal (Export)
größte US-Anlage, Volllast
Die größte Verflüssigungsanlage der USA läuft im Krisenmarkt durch. Cheniere verlud hier am 29. August 2026 die 5000. Ladung. Ein großer Teil der Ladungen geht seit dem Ausfall Katars nach Europa. Aktuell: keine Störung gemeldet; US-Ausfuhren im ersten Halbjahr 2026 im Schnitt 17,4 Mrd. Kubikfuß am Tag, plus 23 Prozent. Vorher: Nennkapazität 3,6 Mrd. Kubikfuß am Tag, rund 29,5 Mio. Tonnen im Jahr, sechs Trains.
U.S. EIA via LNG Industry 16.09.2026, Cheniere via Offshore Energy 31.08.2026, American Gas Association 03.09.2026
Corpus Christi LNG, TexasLNG-Terminal (Export)
Ausbau fertig, zweitgrößte Anlage
Cheniere meldete Ende August 2026 die Fertigstellung des Ausbaus Stage 3 mit sieben kleineren Trains. Die zusätzliche Menge kommt genau in dem Halbjahr an den Markt, in dem Katar ausfällt. Aktuell: Stage 3 fertiggestellt, keine Störung gemeldet. Vorher: Nennkapazität 3,1 Mrd. Kubikfuß am Tag, über 25 Mio. Tonnen im Jahr am Standort. Zum Fertigstellungsdatum gibt es abweichende Angaben: Cheniere nennt den 28.08.2026, die EIA-Auswertung den 18.08.2026.
U.S. EIA via LNG Industry 16.09.2026, Cheniere via Offshore Energy 31.08.2026
Plaquemines LNG, LouisianaLNG-Terminal (Export)
Hochlauf, Ausfuhr aufgestockt
Venture Globals Anlage am Mississippi läuft seit Dezember 2024 hoch. Das US-Energieministerium genehmigte am 14. März 2026 eine um 13 Prozent höhere Ausfuhr, ausdrücklich als Reaktion auf die Angebotslücke. Phase 2 ist im Bau. Aktuell: genehmigte Ausfuhr 3,85 Mrd. Kubikfuß am Tag seit 14.03.2026; im Februar 2026 rund 2 Mio. Tonnen verschifft. Vorher: Phase 1 mit 10 Mio. Tonnen im Jahr in Betrieb, Phase 2 mit weiteren 10 Mio. Tonnen im Bau.
US-Energieministerium via Reuters März 2026, Global Energy Monitor 17.09.2026
Golden Pass LNG, TexasLNG-Terminal (Export)
neu am Netz, Katar in Texas
Das Gemeinschaftsprojekt von QatarEnergy und ExxonMobil begann am 30. März 2026 mit der Produktion und verlud am 22. April die erste Ladung. Der auffälligste Fall der Krise: derselbe Konzern verdient in Texas, während seine Anlage in Ras Laffan unter Force Majeure steht. Aktuell: erste Exportladung am 22.04.2026; erste zwei Trains laut EIA-Prognose mit 1,4 Mrd. Kubikfuß am Tag im Jahr 2026. Vorher: ausgelegt auf 18,1 Mio. Tonnen im Jahr, drei Trains.
Golden Pass LNG 30.03.2026, U.S. EIA Today in Energy
Jamal LNG ist nicht sanktioniert und liefert weiter legal nach Europa. Im Januar 2026 gingen 23 von 25 Ladungen in EU-Häfen. Das EU-Importverbot für russisches LNG greift erst zum Januar 2027, bis dahin wird vorgezogen eingekauft. Aktuell: Januar 2026: 1,69 Mio. Tonnen, davon 92,6 Prozent in die EU, plus 8 Prozent gegenüber Vorjahr. Vorher: Nennkapazität 17,4 Mio. Tonnen im Jahr, vier Trains. Global Energy Monitor nennt für 2024 einen Export von 21,2 Mio. Tonnen und damit mehr als die Nennkapazität, ohne die Differenz zu erklären.
gCaptain 04.02.2026, Global Energy Monitor 17.09.2026, Barents Observer 25.08.2026
Sachalin 2 produziert normal und beliefert vor allem Japan. Das US-Finanzministerium verlängerte am 11. Juni 2026 die Ausnahmegenehmigung für japanische Käufe bis zum 18. Dezember 2026, ausdrücklich mit Verweis auf die Sperrung von Hormus. Aktuell: Produktion 2025: 10,3 Mio. Tonnen, plus 1 Prozent; Japan bezieht rund 3,6 bis 3,9 Mio. Tonnen im Jahr. Vorher: nominal 15,0 Mio. Tonnen im Jahr, in Betrieb sind zwei Trains mit zusammen 9,6 Mio. Tonnen. Läuft die Ausnahmegenehmigung im Dezember aus, fehlen Japan kurzfristig Mengen in einem bereits leergekauften Markt.
US-Finanzministerium via Oil & Gas Journal 12.06.2026, Interfax Januar 2026, Global Energy Monitor 17.09.2026
Gladstone und Curtis Island LNG, QueenslandLNG-Terminal (Export)
Volllast, Exportquote geplant
Australien fährt seine Anlagen praktisch am Anschlag. Im August 2026 lag der Export bei 97,2 Prozent der nationalen Nennkapazität. Politisch droht Gegenwind, die Regierung plant eine Reservierung von Mengen für den Inlandsmarkt. Aktuell: August 2026: Australien insgesamt 7,10 Mio. Tonnen in 102 Ladungen; Queensland 1,95 Mio. Tonnen in 30 Ladungen. Vorher: Gladstone LNG allein 7,8 Mio. Tonnen im Jahr, Australien insgesamt 86,0 Mio. Tonnen im Jahr. Zur geplanten Inlandsreservierung von 20 Prozent liegt nur eine Meldungsüberschrift vor, Start und Geltungsbereich sind unbestätigt.
EnergyQuest August 2026, Global Energy Monitor 17.09.2026
LNG-Terminal Wilhelmshaven 1 und 2LNG-Terminal (Import)
hohe Auslastung, Speicher leer
Wilhelmshaven ist Deutschlands wichtigster LNG-Einspeisepunkt und läuft mit zwei schwimmenden Einheiten. Zusammen mit Brunsbüttel speiste der Standort im ersten Quartal 2026 über 25 Terawattstunden ein, so viel wie nie zuvor in drei Monaten. Es reicht trotzdem nicht: die deutschen Speicher lagen im August so niedrig wie seit mindestens 15 Jahren nicht. Aktuell: Auslastung 2025 bei 80 bis 81 Prozent; deutsche Speicher am 31.08.2026 bei 53,3 Prozent. Vorher: zusammen bis 9 Mrd. Kubikmeter Netzeinspeisung im Jahr. Laut Systemanalyse der Fernleitungsnetzbetreiber decken alle deutschen LNG-Terminals an den kältesten Tagen zusammen nur rund 10 Prozent des Spitzenbedarfs.
Deutsche Energy Terminal 2026, ingenieur.de August 2026, Serbia Energy 06.09.2026
LNG-Terminal BrunsbüttelLNG-Terminal (Import)
nahezu voll ausgelastet
Die schwimmende Einheit Höegh Gannet speist seit Frühjahr 2023 ein und ist das gleichmäßigste der staatlichen Terminals. 2024 lag die Auslastung über 80 Prozent, 2025 nahezu bei Volllast. Aktuell: keine Störung gemeldet (17.09.2026). Vorher: bis 4,0 Mrd. Kubikmeter Netzeinspeisung im Jahr. Die terminalscharfen Auslastungswerte stammen aus einer Auswertung vom März 2025, eine aktuellere Zahl für 2026 liegt nicht vor.
Deutsche Energy Terminal 2026, zfk 27.03.2025
Gate-Terminal RotterdamLNG-Terminal (Import)
Ausbau auf 20 Mrd. Kubikmeter
Der größte LNG-Eingang Nordwesteuropas wird um einen vierten Tank erweitert. Die Kapazität soll von rund 16 auf 20 Mrd. Kubikmeter im Jahr steigen. Rotterdam nahm im Januar 2026 auch russische Jamal-Ladungen an. Aktuell: Erweiterung im Bau, keine Störung gemeldet. Vorher: derzeit 14,7 Mio. Tonnen im Jahr, das sind rund 16 Mrd. Kubikmeter. Ob die Erweiterung im dritten Quartal 2026 tatsächlich in Betrieb ging, ist nicht bestätigt.
Global Energy Monitor 17.09.2026, gCaptain 04.02.2026
LNG-Terminal ŚwinoujścieLNG-Terminal (Import)
ausgebaut, fast voll ausgelastet
Polen hat die Kapazität zum Januar 2025 von 5 auf 8,3 Mrd. Kubikmeter im Jahr erhöht, die Auslastung lag danach nahe 90 Prozent. Der Großteil der Ladungen kommt aus den USA. Eine zweite polnische Einheit vor Danzig ist erst für Anfang 2028 geplant. Aktuell: Auslastung nahe 90 Prozent im Zwölfmonatszeitraum bis April 2025, für 2026 keine geprüfte Zahl. Vorher: Kapazität 8,3 Mrd. Kubikmeter im Jahr, zuvor 5 Mrd..
Gas Outlook 08.05.2025, LNG Prime 10.02.2026
Regasifizierung Barcelona und spanisches NetzLNG-Terminal (Import)
größtes Netz Europas, Reserve
Spanien hat die größte Regasifizierungskapazität Europas, ist über Pipelines aber nur schwach mit dem übrigen Kontinent verbunden. Barcelona ist die größte Einzelanlage. Im europäischen Vergleich laufen die spanischen Terminals weiter unterdurchschnittlich. Aktuell: El Musel lag im ersten Quartal 2026 bei 13,9 Prozent Auslastung, der EU-Durchschnitt bei 55 Prozent. Vorher: Barcelona allein 12,6 Mio. Tonnen im Jahr, sechs Tanks. Eine belastbare aktuelle Gesamtzahl für Spaniens Regasifizierungskapazität in Mrd. Kubikmetern liegt nicht vor.
Global Energy Monitor 17.09.2026, IEEFA European LNG Tracker Mai 2026, Enagás
Isle of Grain LNG, KentLNG-Terminal (Import)
erweitert, läuft im Krisenmodus
Das Terminal an der Themsemündung ist nach der Erweiterung eine der größten Importanlagen Europas. Großbritannien baut seine Regasifizierungskapazität aus, während die eigene Nordseeförderung wegbricht. Aktuell: keine Störung gemeldet; britische Kapazität 21,7 Mrd. Kubikmeter im Jahr, im Ausbau auf 27. Vorher: Basisanlage 14,3 Mio. Tonnen im Jahr, mit Erweiterung 23,0 Mio. Tonnen. Ob die Erweiterung vollständig in Betrieb ist, konnte für September 2026 nicht bestätigt werden.
Global Energy Monitor 17.09.2026, IEEFA Mai 2026
LNG-Terminal RevithoussaLNG-Terminal (Import)
Südost-Eingang, Slots vergeben
Revithoussa vor Megara ist zusammen mit Alexandroupolis der Haupteingang für LNG nach Südosteuropa. Bulgargaz baut ab dem Gasjahr 2026/27 ein eigenes Angebot über die griechische Infrastruktur auf. Aktuell: keine Störung gemeldet; Griechenland verfügt insgesamt über 12,5 Mrd. Kubikmeter Regasifizierungskapazität. Vorher: Kapazität 5,1 Mio. Tonnen im Jahr, Speicher 370.000 Kubikmeter. Aktuelle Durchsatzzahlen für 2026 liegen nicht vor.
Global Energy Monitor 17.09.2026, Serbia Energy 06.09.2026, IEEFA Mai 2026
LNG-Terminal Krk, OmišaljLNG-Terminal (Import)
Adria-Eingang, ausgebaut
Das schwimmende Terminal vor Omišalj wurde auf 6,1 Mrd. Kubikmeter im Jahr erweitert und nahm im August 2026 erstmals eine Ladung aus dem norwegischen Hammerfest an. Sein Wert hängt daran, ob das Gas nach Norden Richtung Ungarn weiterfließt. Aktuell: erste Ladung aus Hammerfest im August 2026; EU-Speicher am 31.08.2026 bei 65,4 Prozent nach rund 78 Prozent im Vorjahr. Vorher: Kapazität 6,1 Mrd. Kubikmeter im Jahr. Durchsatzzahlen für 2026 und die Aufteilung zwischen kroatischem Verbrauch und Weiterleitung liegen nicht belastbar vor.
Serbia Energy 06.09.2026, IEEFA Mai 2026
Baku-Tiflis-Ceyhan-PipelinePipeline
läuft, Menge rückläufig
Die BTC bringt kaspisches Öl unter Umgehung von Hormus und Bosporus ans Mittelmeer und ist von der Krise nicht direkt betroffen. Trotzdem sinken die Mengen, weil das aserbaidschanische Förderaufkommen zurückgeht. Kasachisches Öl füllt die Leitung zunehmend auf. Aktuell: August 2026: 15,1 Mio. Barrel über die türkische Strecke, minus 9,5 Prozent gegenüber Juli. Vorher: Nennkapazität rund 1,2 Mio. Barrel am Tag, Länge 1.768 Kilometer. Angaben: Trend.az, 17.09.2026: 15,1 Mio. Barrel Transit im August, minus 9,5 Prozent; Reuters, Juli 2026: aserbaidschanische Exporte im ersten Halbjahr 12,7 Mio. Tonnen, minus 8,7 Prozent; Energieminister Bayraktar, 2026: rund 600.000 Barrel am Tag, rund 400.000 Barrel Kapazität liegen brach; AzerNews, 09.09.2026: kasachisches Öl über BTC in acht Monaten um 12 Prozent gestiegen. Die Zahlen sind nicht direkt vergleichbar: Trend.az zählt den Gesamttransit durch die Türkei, Reuters nur aserbaidschanisches Rohöl.
Trend.az 17.09. und 11.09.2026, AzerNews 09.09.2026, Reuters Juli 2026, Global Energy Monitor
ESPO-Abzweig Skoworodino nach DaqingPipeline
Landweg nach China
Der Abzweig führt über Mohe nach Daqing und liefert russisches Rohöl direkt nach China, ohne Hormus, ohne Malakka und ohne Tanker. Genau darum ist diese Verbindung für Peking strategisch aufgewertet. Aktuell: für 2026 liegt keine öffentlich belegte Tagesmenge vor. Vorher: Auslegungskapazität 600.000 Barrel am Tag. Für diese Leitung fehlt eine aktuelle, quellenbelegte Durchsatzzahl. Die Einordnung stützt sich auf die Auslegung und die Berichte zur wachsenden Rolle der Landrouten.
Transneft-Angaben via Wikipedia 17.09.2026, CREA Juli 2026
Die Leitung bringt kasachisches Rohöl über Land nach Westchina und umgeht damit Hormus und Malakka zugleich. Die Mengen wachsen langsam, Kasachstan hat aber einen Ausbau bis 2030 beschlossen. Aktuell: Januar bis August 2026: 13,1 Mio. Tonnen, plus 2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Vorher: Abschnitt Atasu nach Alaschankou im Juli 2026: 98.000 Tonnen, minus 18,3 Prozent gegenüber Vorjahr. Beide Werte sind nicht direkt vergleichbar: der erste gilt für das Gesamtsystem, der zweite für einen Abschnitt und einen Monat.
KazTransOil via Astana Times September 2026, Interfax 2026
Chronik 2026
Druschba-Südstrang gestoppt Nach einem russischen Drohnenangriff nahe dem Ölknoten Brody meldete die Ukraine höhere Gewalt; der Transit nach Ungarn und in die Slowakei kam zum Erliegen. (Wikipedia (2026 Druzhba pipeline dispute), abgerufen 17.09.2026)
Iran erklärt Hormus für gesperrt Nach Beginn der US-israelischen Angriffe warnten die Revolutionsgarden per Funk vor der Durchfahrt; Tankerverkehr brach laut Schiffsdaten stark ein. (S&P Global, 28.02.2026)
Katar stoppt LNG-Produktion QatarEnergy stellte nach einem Drohnenangriff die LNG-Produktion ein und erklärte danach höhere Gewalt gegenüber den Abnehmern. (Gulf News, 04.03.2026)
Drohnen treffen Ras Tanura Trümmer abgefangener Drohnen lösten laut Saudi-Arabien einen Brand in der Raffinerie aus, die rund eine Woche stillstand; Riad macht Iran verantwortlich, Iran bestreitet. (Wikipedia (2026 Aramco refinery attack), abgerufen 17.09.2026)
Brent erstmals über 100 Dollar Brent stieg beim Handelsstart am Sonntagabend kurzzeitig über 100 US-Dollar je Barrel, erstmals seit vier Jahren. (Wikipedia (2026 Strait of Hormuz crisis), abgerufen 17.09.2026)
Tanker vor Basra angegriffen Nach Angriffen mit Sprengbooten auf Tanker im Hafen Basra kamen die Verladungen an Iraks Südterminals praktisch zum Stillstand; Exporte zuvor 3,4 Mio. Barrel/Tag. (The National, 16.03.2026)
Pipelines umgehen Hormus Die saudische Ost-West-Pipeline nach Yanbu und die emiratische ADCOP-Leitung nach Fujairah wurden zu den wichtigsten Exportwegen an Hormus vorbei. (CNBC, 12.03.2026)
US-Angriff auf Kharg CENTCOM griff nach eigenen Angaben über 90 militärische Ziele auf der Insel an und verschonte die Ölanlagen; Iran erklärte, der Ölbetrieb laufe weiter. (Wikipedia (2026 Kharg Island attack), abgerufen 17.09.2026)
Fujairah setzt Verladung aus Nach einem Drohnenangriff mit Brand wurden Teile des Ölbetriebs im Hafen Fujairah ausgesetzt. (Bloomberg, 14.03.2026)
Zweiter Treffer binnen 48 Stunden Eine Drohne traf die Fujairah Oil Industries Zone, der Brand wurde gelöscht, Verladungen ruhten während der Schadensprüfung. (All India Radio (newsonair), 16.03.2026)
Irak pumpt Kirkuk-Öl nach Ceyhan Irak nahm die Exporte aus den Kirkuk-Feldern über die Pipeline zum türkischen Hafen Ceyhan auf, anfangs rund 250.000 Barrel/Tag, als Ersatz für die ausgefallenen Südexporte. (The National, 18.03.2026)
Raketen beschädigen Ras Laffan Iranische Angriffe beschädigten zwei LNG-Züge und eine GTL-Anlage; rund 17 % der katarischen LNG-Exportkapazität fallen laut Bericht für Jahre aus. (Fox Business, 03/2026)
Zweiwöchige Waffenruhe vereinbart USA und Iran einigten sich unter pakistanischer Vermittlung auf eine Waffenruhe mit sicherer Passage; laut ADNOC-Chef blieb die Straße am Folgetag faktisch zu. (All India Radio (newsonair), 08.04.2026)
Ost-West-Pipeline wieder voll Saudi-Arabien meldete die Pipeline nach Angriffen wieder bei rund 7 Mio. Barrel/Tag; die Angriffe hatten den Durchsatz laut SPA um etwa 700.000 Barrel/Tag gesenkt. (Al Jazeera, 12.04.2026)
US-Seeblockade iranischer Häfen CENTCOM begann, Schiffe von und zu iranischen Häfen abzufangen; Irans Ölexporte über Kharg wurden damit blockiert. (CENTCOM, 13.07.2026 (Rückblick))
Iran öffnet Hormus kurzzeitig Nach der Waffenruhe Israel–Libanon erklärte Irans Außenminister die Straße für geöffnet, der Verkehr lief teilweise wieder an. (Al Jazeera, 11.06.2026)
Iran schließt Hormus erneut Iran schloss die Straße als Antwort auf die fortgesetzte US-Blockade wieder; Handelsschiffe wurden beschossen. (Al Jazeera, 11.06.2026)
Druschba liefert wieder Nach rund drei Monaten floss wieder Öl über die Pumpstation Budkovce nach Slowakei und Ungarn. (CNN, 22.04.2026)
Drohne trifft VTTI-Terminal Ein Drohnenangriff löste einen Großbrand im Ölterminal von VTTI in Fujairah aus, drei Menschen kamen ins Krankenhaus; Fujairahs Behörden sprachen von einer iranischen Drohne. (Offshore Technology, 05.05.2026)
Memorandum beendet Krieg vorerst Trump und Pezeschkian unterzeichneten ein Memorandum zur Beendigung des Kriegs; die Straße öffnete sich, die Waffenruhe wurde um 60 Tage verlängert. (Axios, 20.06.2026)
USA heben Blockade auf CENTCOM beendete die Seeblockade iranischer Häfen nach der Unterzeichnung des Memorandums. (CENTCOM, 13.07.2026 (Rückblick))
Iran verkündet erneute Schließung Irans Streitkräfte erklärten Hormus wegen israelischer Angriffe im Libanon für geschlossen; CENTCOM meldete am selben Tag 55 Handelsschiffe in Transit. (Axios, 20.06.2026)
Katars Force Majeure verlängert QatarEnergy verlängerte die höhere Gewalt gegenüber Edison bis Mitte September; 17 % der Kapazität bleiben laut AGBI auf Jahre offline. (AGBI, 07/2026)
Revolutionsgarden sperren Hormus Nach dem Zusammenbruch der Waffenruhe am 08.07. erklärte die Marine der Revolutionsgarden die Straße für geschlossen. (Al Jazeera (Liveblog), 11.07.2026)
US-Blockade wieder in Kraft CENTCOM setzte die Blockade gegen Schiffe von und zu iranischen Häfen ab 14.07., 16 Uhr US-Ostküstenzeit, wieder in Kraft; Iran erklärte das Memorandum für ungültig. (CENTCOM, 13.07.2026)
Huthis verhängen Seebann gegen Saudis Huthi-Sprecher Saree erklärte ein sofort geltendes Verbot für saudische Schifffahrt, ohne Durchsetzungsgebiet zu nennen; Schiffe anderer Flaggen sind nicht erfasst. (Xinhua, 20.07.2026)
CPC stoppt Verladung Nach Drohnentreffern auf Tanker an den Bojen setzte das Caspian Pipeline Consortium die Verladung aus, ab 21.07. nahm es kein kasachisches Öl mehr an. (Times of Central Asia, 2026)
Angriff auf saudische Tanker Die Huthis erklärten, zwei saudische Tanker angegriffen zu haben; Brent schloss mit 100,69 Dollar erstmals seit Mai wieder über 100. (Reuters via Euronext, 23.07.2026)
Huthis melden Treffer in Jizan Die Huthis reklamierten Raketen- und Drohnenangriffe auf Aramco-Anlagen in Jizan und Yanbu; Satellitendaten zeigten Brände in Jizan, Riad bestätigte offiziell keine Schäden. (Türkiye Today, 25.07.2026)
CPC verlädt wieder Nach einer Woche Stillstand begann die Verladung an zwei Bojen wieder; Angriffe am 30.07. unterbrachen sie erneut kurz. (Times of Central Asia, 2026)
Drohne trifft Hafen Damietta Eine Drohne traf zwei Gasschiffe im ägyptischen Mittelmeerhafen nahe dem Suezkanal; die USA machen Iran verantwortlich, Irans Außenministerium bestreitet. (Wikipedia (2026 Damietta drone strike), abgerufen 17.09.2026)
Türkei hält Schwarzmeer-Transits Die türkische Küstensicherheit stellte vorübergehend keine Transitgenehmigungen für Fahrten zu russischen und ukrainischen Häfen aus. (gCaptain, 09.08.2026)
Meerengen wieder passierbar Ein Rohöltanker und ein Containerschiff passierten die Dardanellen, die Türkei nahm die Transits wieder auf. (gCaptain, 09.08.2026)
Brand in Aramco-Raffinerie Jizan Saudi-Arabien meldete einen gelöschten Brand ohne Ursachenangabe; die Huthis erklärten, die Raffinerie mit einer Drohne getroffen zu haben. (Al Jazeera, 09.08.2026)
Tödlicher Angriff im Bab al-Mandab Die Huthis griffen ein Handelsschiff im Bab al-Mandab an, laut jemenitischer Regierung starben sechs Menschen. (Al Jazeera, 12.08.2026)
Kirkuk-Exporte stark gedrosselt Die Exporte über die Kirkuk-Ceyhan-Pipeline fielen auf rund 120.000 bis 135.000 Barrel am Tag, nach rund 300.000 im Juli. (Shafaq News, 13.08.2026)
Drohnen setzen Ust-Luga in Brand Nach einem ukrainischen Drohnenangriff brannte es im Ostseehafen; laut Gouverneur Drosdenko wurde niemand verletzt, zum Schaden machte er keine Angaben. (The Moscow Times, 14.08.2026)
Basra verlädt außerhalb von Hormus Die irakische Vermarktungsgesellschaft SOMO bot Basra-Rohöl zur Verladung außerhalb von Hormus an, unter anderem über Umladen vor Oman. (Zawya, 27.08.2026)
Zweiter Angriff auf Ust-Luga Laut Gouverneur fing die Luftabwehr 52 Drohnen ab, ein Brand im Hafen war bis 9:30 Uhr Moskauer Zeit gelöscht. (The Moscow Times, 01.09.2026)
Streit um Transitzahlen US-Vertreter nannten bis zu 40 Schiffe am Tag, Tracker wie Kpler zählten 5 bis 11 und Lloyd's List rund 12 Transits täglich. (Al Jazeera, 03.09.2026)
Panama kürzt Transits wegen Dürre Die Kanalbehörde senkte die Tagestransits von 36 auf 34 und den Tiefgang für die größten Schiffe am 02.09. auf 14,63 Meter. (The Rio Times, 09/2026)
Jizan zum dritten Mal getroffen Die Raffinerie Jizan wurde laut Insiderberichten zum dritten Mal in zwei Monaten angegriffen; im August verließ laut Bericht keine Exportladung Jizan. (OilPrice.com, 07.09.2026)
Huthis erobern Mokha Die Huthis nahmen die Hafenstadt Mokha am Roten Meer ein, ihr größter Geländegewinn seit Jahren. (Al Jazeera, 10.09.2026)
Ost-West-Pipeline abgeschaltet Nach Drohnentreffern schaltete Saudi-Arabien die Leitung vorsorglich ab; Riad nennt den Irak als Startort, Bagdad bestätigte am 13.09. die Provinz Maysan, bekannt hat sich niemand. (CNN, 11.09.2026)
Huthis nehmen Dhubab und Perim Laut Asharq Al-Awsat besetzten die Huthis den Bezirk Dhubab und die Insel Mayun (Perim) im Bab al-Mandab; eine formelle Sperrung der Meerenge gibt es nicht. (Asharq Al-Awsat, 09/2026)
Hanish-Inseln an Huthis Nach dem Rückzug regierungsnaher Kräfte übernahmen die Huthis die Inseln Groß- und Klein-Hanish nördlich der Meerenge. (Euronews, 14.09.2026)
Panama senkt auf 32 Transits Die Kanalbehörde reduzierte die täglichen Transits weiter auf 32, Panamax-Slots auf 23. (The Rio Times, 09/2026)
Teilweiser Neustart angekündigt Saudi-Arabien will laut Berichten die Hälfte der Pipelinekapazität binnen Tagen und die volle Leistung binnen sechs Wochen wiederherstellen; Brent fiel auf rund 103 Dollar. (Trading Economics, 17.09.2026)
Einstufung vom 17.09. Ab hier zeigt die Karte die redaktionelle Einstufung vom 17.09.2026. Sie stützt sich je Punkt auf die neueste verfügbare Quelle, die im Detailfeld genannt ist. (globaloilshock.com, 17.09.2026)
Drohnen treffen Raffinerie Jaroslawl Ukrainische Drohnen setzten die Raffinerie Slawneft-JANOS in Jaroslawl in Brand, Kapazität rund 300 Tsd. Barrel am Tag. Der Gouverneur bestätigte Schäden. (The Moscow Times, 17.09.2026)
Streit um die Durchfahrten am Bab al-Mandab Reuters zählte 21 Durchfahrten am 16.09. Das Middle East Monitor berief sich auf IMF PortWatch und nannte 4 Schiffe in den vorangegangenen 24 Stunden, also für weitgehend denselben Zeitraum. Dieselbe Datenquelle wird an anderer Stelle mit 31 Durchfahrten am 13.09. zitiert. Die Zahlen sind nicht miteinander vereinbar. (Reuters via Arab Times und Middle East Monitor, 17.09.2026)
IEA beziffert den Ausfall Durch die Straße von Hormus flossen im August 7,6 Mio. Barrel am Tag, 13,1 Mio. weniger als vor dem Krieg. Seit Kriegsbeginn seien die ausgefallenen Exporte auf knapp 2,8 Mrd. Barrel gestiegen. (IEA, 18.09.2026)
US-Sanktionsgesetz unterzeichnet Präsident Trump unterzeichnete am Freitag ein Gesetz, das Zölle von bis zu 100 Prozent gegen die fünf größten Käufer russischen Öls und Gases sowie Maßnahmen gegen die Schattenflotte ermöglicht. Die Anwendung liegt in seinem Ermessen. (Al Jazeera, 19.09.2026)
CENTCOM meldet Sechsmonatshoch Admiral Brad Cooper sagte, das US-Militär habe binnen zwei Monaten den Transport von 1 Mrd. Barrel begleitet. Das Volumen aus Öl, Gas und Ladung der vergangenen zwei Wochen sei das höchste seit sechs Monaten. Iran habe null Barrel ausgeführt. Das US-Militär ist Konfliktpartei. (Fortune, 19.09.2026)
Huthis greifen Riad und Yanbu an Die Huthis beanspruchten Angriffe auf Riad sowie auf Bisha, Taif, Farasan und Aramco-Anlagen in Yanbu. Die saudisch geführte Koalition meldete eine abgefangene ballistische Rakete auf Riad, die Behörden nannten keine Opfer und keine Schäden. Anwohner berichteten dagegen von einer Explosion und einer schwarzen Rauchsäule über einem Tanklager am Flughafen King Khalid. (Al Jazeera, 19.09.2026)
Moskauer Raffinerie getroffen Beide Rohöldestillationsanlagen der Moskauer Raffinerie von Gazprom Neft brannten, die Verarbeitung wurde gestoppt. Ab dem 21.09. bot das Werk keinen Kraftstoff mehr an der Börse an. (Kyiv Post, 22.09.2026)
Rekordverladung in Ras Tanura An einem Ladetag am Wochenende luden laut TankerTrackers sieben Supertanker rund 14 Mio. Barrel; MarineTraffic misst für denselben Tag sechs Supertanker mit knapp 12 Mio. Barrel. Die Golfverladungen lagen seit dem 12.09. im Schnitt bei 3,7 Mio. Barrel am Tag, davor bei 2,9 Mio. Rund 60 Mio. Barrel wurden auf Umladungen vor Sohar umgeleitet. (Reuters via Al Arabiya, 21.09.2026)
Tanker von Projektil getroffen Der unter britischer Flagge fahrende Tanker La Stephanie wurde beim Einlaufen in die Straße von Hormus von einem Projektil getroffen, zwei Besatzungsmitglieder wurden leicht verletzt. Ein zweites Schiff wurde von Trümmern getroffen. Beide fuhren aus eigener Kraft weiter. (UKMTO via Al Arabiya, 21.09.2026)
Katar: 17 Prozent der LNG-Kapazität aus QatarEnergy-Chef Saad al-Kaabi sagte, die Schäden am Komplex Ras Laffan hätten rund 17 Prozent der katarischen LNG-Kapazität stillgelegt. Zwei Anlagen bräuchten bis zu drei Jahre Reparatur. (QatarEnergy via Tradingpedia, 21.09.2026)
Huthi-Offensive auf Taiz CNN berichtete am 21.09. über eine laufende Großoffensive der Huthis auf die Region Taiz und wachsenden Druck auf die Provinz Marib. Der Bab al-Mandab bleibe unter ihrer Kontrolle. (CNN, 21.09.2026)
Ost-West-Pipeline läuft wieder an Laut Reuters pumpt die Leitung seit dem 22.09. wieder, zunächst mit niedriger Rate. Eine Sicherheitsquelle nennt 40 Prozent der Kapazität in wenigen Tagen und sechs bis acht Wochen bis zum vollständigen Neustart. Drei von elf Pumpstationen wurden beschädigt. In Yanbu sollten die Verladungen noch am selben Tag wieder anlaufen. Aramco äußerte sich nicht. (Reuters via Arab News, 22.09.2026)
Iran signalisiert Öffnung Nach Berichten von Reuters und Kyodo bot Iran an, die Straße binnen sieben Tagen wieder zu öffnen, wenn die USA den militärischen Druck verringern. Die iranische Agentur Fars wies die Berichte als unzuverlässig zurück. US-Außenminister Rubio zeigte sich offen für ein Treffen. (Euronews, 22.09.2026)
Washington erwägt Dieselexportverbot Präsident Trump sprach sich für ein Verbot von US-Dieselexporten aus. Finanzminister Bessent sagte, die Regierung prüfe ein vollständiges oder teilweises Verbot. Das American Petroleum Institute warnte, ein Verbot würde das Problem vergrößern. (Axios, 22.09.2026)
Irak korrigiert die Exportzahlen Das Ölministerium stellte klar, dass die Ausfuhren im September im Schnitt bei rund 2,6 Mio. Barrel am Tag liegen. Die kursierenden 4 Mio. bezogen sich auf einen einzelnen Exporttag. (Iraq Business News, 22.09.2026)
Suezkanal meldet mehr Verkehr Die Kanalbehörde nannte für August 1.358 Durchfahrten, 27 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, umgerechnet rund 44 Schiffe am Tag. Am 22.09. passierte die OOCL Portugal als erstes Schiff von COSCO seit Beginn der Rotmeerkrise den Kanal in Südrichtung. (Suezkanalbehörde via Cyprus Shipping News, 22.09.2026)
Huthi-Raketen auf Yanbu und Riad abgefangen Die saudisch geführte Koalition schoss nach eigenen Angaben sechs ballistische Raketen ab, zwei davon mit einem griechischen Patriot-System. Die Huthis nannten als Ziele ein Objekt in Riad und Aramco-Anlagen in Yanbu. Alarm gab es auch für Taif, Mekka, Dschidda und Tabuk. Opfer oder Schäden an den Ölanlagen meldeten die Behörden nicht. (Al Jazeera, 24.09.2026)
Frankreich sagt Luftabwehr für Yanbu zu Präsident Macron kündigte Soldaten, Radare und Verteidigungssysteme für Yanbu an. Am Vortag, dem 24.09., war Brent nach den Huthi-Angriffen im Handelsverlauf auf gut 108 US-Dollar gestiegen; am 25.09. gab der Kurs wieder nach. Über den Schlusskurs des 25.09. gehen die Angaben auseinander: EnergyNow nennt 104,32 US-Dollar, The National 104,30 und Al Jazeera 105,77. (Al Jazeera, 25.09.2026)
Trump lehnt Irans Sieben-Tage-Plan ab Iran hatte am 25.09. bei der UN-Generalversammlung einen Fahrplan vorgelegt: zuerst eingefrorene Gelder, Ölsanktionen und Blockade, dann die Öffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen. Präsident Trump lehnte das Angebot ab. Außenminister Araghchi sagte am 27.09., Teheran halte an seinen Bedingungen fest und warte auf eine offizielle Antwort über Vermittler. Der Gesprächskanal über Katar, Oman und die UN ist nicht geschlossen. (CBS News 26.09.2026, Al Jazeera 28.09.2026)
Raffinerie Ilski nach Drohnenangriff in Brand Die Raffinerie Ilski in der Region Krasnodar mit 6,6 Mio. Tonnen Jahreskapazität stellte den Betrieb nach einem Drohnenangriff ein. Laut dem ukrainischen Hersteller Fire Point wurden drei Destillationsanlagen und ein Tanklager beschädigt. Das russische Verteidigungsministerium meldete 645 abgefangene Drohnen in derselben Nacht. Die Anlage wurde laut Kyiv Independent bis Juni 2026 mindestens 16-mal getroffen. (Kyiv Independent, 26.09.2026)
Libyen: Leitung Sharara nach Zawiya fünf Tage still Eine bewaffnete Gruppe schloss Ventil 7 der Rohölleitung von Sharara nach Zawiya. Die NOC bezifferte den Ausfall am 25.09. auf 720.362 Barrel und über 75 Mio. US-Dollar, The National nannte am 26.09. über 942.000 Barrel und rund 95 Mio. US-Dollar für die ganze Woche. Die Raffinerie Zawiya mit 120 Tsd. Barrel Kapazität legte eine Verarbeitungseinheit still. Spät am 26.09. wurde das Ventil wieder geöffnet. Es Sider war nicht betroffen. (Libya Observer 26.09.2026, The National 26.09.2026, Quantum Commodity Intelligence 27.09.2026)
Ost-West-Pipeline auf mindestens halber Kapazität Die Leitung erreichte laut Bloomberg mindestens 3,5 Mio. Barrel am Tag, etwa die Hälfte ihrer Kapazität von 7 Mio. und rund zwei Drittel des Durchsatzes von rund 5,5 Mio. vor dem Angriff. Kpler schätzte den Durchsatz am 29.09. auf rund 2,65 Mio. Barrel am Tag und erwartet 3 bis 4 Mio. in den folgenden Tagen; zwei Handelsquellen nannten für die Verladungen in Yanbu rund 2 Mio. Ein vollständiger Neustart kann laut Bloomberg rund sechs Wochen dauern. Aramco und das Energieministerium äußern sich nicht. (Bloomberg via Rigzone 28.09.2026, Reuters via Marine Link 29.09.2026)
Katar verlängert die Force Majeure erneut QatarEnergy verlängerte die höhere Gewalt für LNG-Lieferungen bis in den November, für die italienische Edison bis Anfang Dezember. Betroffen sind auch Käufer in Pakistan, Bangladesch und mindestens ein Käufer in Indien. Die LNG-Preise in Europa und Asien stiegen laut The National auf den höchsten Stand seit Ende 2022. (The National, 28.09.2026)
Kpler: höchste Nahost-Ausfuhr seit Kriegsbeginn Der Nahe Osten exportierte im September 12,8 Mio. Barrel am Tag, den höchsten Wert seit Kriegsbeginn. Durch die Straße von Hormus liefen im Septemberschnitt 7,4 Mio. Barrel am Tag, in der Woche bis zum 27.09. passierten 19 Tanker, davon 17 Supertanker. US-Finanzminister Scott Bessent nannte dagegen 15 bis 22 Mio. Barrel am Tag und bezifferte das iranische Öl auf See auf rund 15 Mio. Barrel; er gehört zu einer Konfliktpartei. (Al Jazeera, 28.09.2026)
Irak sucht Wege an Hormus vorbei Die irakischen Ausfuhren liegen laut Al Jazeera bei rund 2,5 Mio. Barrel am Tag gegen 3,5 Mio. vor der Krise, rund 90 Prozent der Golfrouten sind blockiert. Die Pipeline nach Ceyhan wurde auf 750 Tsd. Barrel am Tag ausgelegt, dazu fahren rund 250 Tsd. Barrel am Tag per Lkw von Basra nach Kirkuk; der Pilotbetrieb begann laut der Basra Oil Company am 16.09. Dieselbe Gesellschaft nannte am 24.09. rund 2,6 Mio. Barrel am Tag aus den Südhäfen, was eine andere Bezugsgröße ist als die Gesamtausfuhr. Die Einnahmeverluste seit Kriegsbeginn beziffert Al Jazeera auf rund 60 Mrd. US-Dollar. (Al Jazeera 28.09.2026, Asharq Al-Awsat 24.09.2026 (Basra Oil Company))
Panamakanal lässt wieder mehr Schiffe durch Die Kanalbehörde hob den höchstzulässigen Tiefgang in den Neopanamax-Schleusen mit sofortiger Wirkung von 14,63 auf 14,94 Meter an und kündigte an, die täglichen Durchfahrten ab dem 15.10. von 32 auf 33 zu erhöhen. Begründet wurde das mit Niederschlägen nahe dem langjährigen Mittel und mit Wassersparmaßnahmen. Das Einzugsgebiet bleibt laut Behörde im Wasserdefizit. Im Normalbetrieb sind es 36 Durchfahrten am Tag. (Panamakanalbehörde, 28.09.2026)
Putin beschränkt Raffinerie- und Exportdaten Ein Dekret verbietet, Raffinerie-, Export-, Käufer- und Routendaten zu veröffentlichen, sofern das Unternehmen sie nicht selbst offenlegt; die Regierung hat zehn Tage für die Produktliste. Laut Reuters soll das die Durchsetzung von Sanktionen erschweren. Das erschwert unabhängige Zahlen zu Raffinerieausfällen. (Kyiv Independent, 28.09.2026)
Dieselexportverbot bleibt offen Entschieden ist nichts. Energieminister Chris Wright sagte am 23.09., ein Verbot funktioniere nicht. Das Weiße Haus signalisierte Senator Ted Cruz am 26.09., es komme nicht. Präsident Trump nannte es am 27.09. sehr ernsthaft geprüft. Am 28.09. hieß es aus dem Weißen Haus, geprüft würden drei Wege unterhalb eines Verbots: freiwillige Begrenzungen der Produzenten, eine Aussetzung der Bundessteuer auf Diesel und Maßnahmen der Bundesstaaten. Handelskammer und Business Roundtable hatten am 24.09. schriftlich gewarnt. (Yahoo Finance 28.09.2026, Bloomberg 26. und 29.09.2026, CNBC 24.09.2026)
Russische Seeexporte auf Zweimonatshoch Die russischen Rohölausfuhren per Schiff lagen im Vierwochenschnitt bis zum 27.09. bei 3,71 Mio. Barrel am Tag, dem höchsten Stand seit Anfang August; in der Einzelwoche waren es 3,99 Mio. Die Erlöse beziffert Bloomberg auf 2,75 Mrd. US-Dollar in dieser Woche. Das Dieselexportverbot begrenzt den Gewinn aus den höheren Preisen. (Bloomberg via Moscow Times, 29.09.2026)
Iran warnt, keine Infrastruktur bleibe sicher Parlamentspräsident und Chefunterhändler Ghalibaf: Wenn Iran kein Öl verkaufen könne, werde in der Region niemand Öl verkaufen, oder ohne Sicherheit für Iran bleibe keine Infrastruktur sicher. Der Sprecher der Revolutionsgarden nannte die Straße geschlossen und bestritt die US-Darstellung, sie sei offen. (Times of Israel, 29.09.2026)
Koalition meldet Angriff in Medina, Huthi dementieren Laut saudisch geführter Koalition fiel bei einem Angriff auf ein Umspannwerk in Medina ein Transformator aus, das Netz blieb intakt; Drohnentrümmer belegten nach ihren Angaben eine Beteiligung der Huthi. Die Huthi nennen das eine Lüge. Al Jazeera konnte den Vorfall nicht unabhängig prüfen. (Al Jazeera, 01.10.2026)
Brent wechselt auf den Dezember-Kontrakt Der November-Kontrakt für Brent lief am 30.09. aus. Er notierte am 29.09. bei 103,19 US-Dollar, der Dezember-Kontrakt am selben Tag bei 96,31 US-Dollar. Der Sprung von rund sieben Dollar in den üblichen Kursanzeigen ist der Wechsel des Liefermonats, kein Preisrutsch. Die Terminkurve ist stark rückläufig gestaffelt; am 28.09. lag der vordere Abstand laut DTN über sieben Dollar je Barrel. (ICE Futures Europe (Ablaufkalender), oilprice.com 29.09.2026, DTN 28.09.2026)
Russland verlängert das Dieselexportverbot bis Ende Oktober Die Regierung verlängerte das Ausfuhrverbot für Diesel für Produzenten bis zum 31. Oktober; für Nicht-Produzenten gilt es bis Januar, für Benzin ein vollständiges Ausfuhrverbot bis Januar, für Kerosin bis November. Als Grund nennt sie die Versorgung im Inland während der Erntesaison und Engpässe nach ukrainischen Drohnenangriffen auf Raffinerien. (The Moscow Times, 30.09.2026)
US-Antwort auf Irans Plan über Katar Die formelle Antwort der USA auf den iranischen Sieben-Tage-Plan ging über Katar in Teheran ein. Offiziell veröffentlicht ist ihr Inhalt nicht. (Gulf News, 30.09.2026)
Riad kündigt entschlossene Antwort an Kronprinz Mohammed bin Salman sagte vor dem Schura-Rat, das Königreich werde auf jede Bedrohung entschlossen antworten. Er verwies auf eine multinationale defensive Seekoalition zum Schutz der Seewege und auf das Verteidigungsabkommen mit der Türkei und Pakistan. (Al Jazeera, 30.09.2026)
Brent steigt auf 102,31 US-Dollar Der Dezember-Kontrakt schloss bei 102,31 US-Dollar, 4,37 Prozent höher. Reuters meldete unter Berufung auf vier Insider, chinesische Raffinerien setzten die Ausfuhr von Raffinerieprodukten außer nach Hongkong und Macau bis auf Weiteres aus; eine offizielle Bestätigung gibt es nicht. Als weiteren Treiber nennt Dawn einen Bericht des Wall Street Journal über einen dritten US-Flugzeugträger. (Reuters via Dawn, 01.10.2026)
Erneut Tanker in Hormus getroffen Laut der britischen UKMTO wurde ein Tanker in der Straße von Hormus von einem unbekannten Geschoss getroffen und geriet in Brand, die Besatzung blieb unverletzt. Einen Urheber nannte die Behörde nicht. (Asharq Al-Awsat, 02.10.2026)
Trump lässt Angriffe nach der Kongresswahl offen Präsident Trump sagte, er müsse entscheiden, Iran anzugreifen oder einen Deal zu schließen; eine Wiederaufnahme der Bombardierung nach der Kongresswahl am 3. November ließ er offen. Die Trägergruppe USS Theodore Roosevelt ist seit dem 27.09. unterwegs und soll Ende Oktober bis Ende November eintreffen. (Gulf News, 02.10.2026)
Putin beziffert Raffinerieschäden Beim Waldai-Forum schätzte Präsident Putin die Kosten der ukrainischen Angriffe auf Raffinerien auf rund ein Prozent des BIP. Diesel könne wegen der Sanktionen nicht auf den Weltmarkt; für Produzenten hat Russland die Ausfuhr bis Ende Oktober selbst verboten. (Meduza, 01.10.2026; The Moscow Times, 30.09.2026)
Angriff auf Khamis Muschait und Jazan Laut saudisch geführter Koalition wurden vier Drohnen und zwei ballistische Raketen abgefangen. Trümmer beschädigten Gebäude und Autos in Khamis Muschait, Opfer gab es keine. Laut Al Jazeera halten die Huthi Abschnitte der Rotmeerküste, die Höhen über dem Bab al-Mandab aber bisher nicht. (Arab News, 01.10.2026; Al Jazeera, 01.10.2026)
Geschoss trifft das Terminal Yanbu North Ein nicht identifiziertes Geschoss schlug im Hafengelände ein, im Tankfeld des Aramco-Terminals Yanbu North brannte es, die Verladung wurde kurz eingestellt und danach wieder aufgenommen. Die Sicherheitsfirma Vanguard Tech bestätigte den Treffer, ein Bekenntnis liegt nicht vor; vergleichbare Angriffe wurden zuvor den Huthi zugeschrieben. An einem Ladetag Ende September wurden nach Bloomberg-Daten elf Tanker gleichzeitig beladen. (The Maritime Executive, 01.10.2026 (Vanguard Tech, Bloomberg); Marine Insight, 03.10.2026)
EU-Diesel auf Rekord von 2,24 Euro Im EU-Durchschnitt kostete Diesel in der Woche zum 30.09. 2,24 Euro je Liter, einen Cent mehr als in der Vorwoche und so viel wie nie. Zwölf Mitgliedstaaten lagen auf einem Allzeithoch. Vor der Eskalation im Februar 2026 waren es 1,59 Euro. Dänemark, die Niederlande und Finnland lagen über 2,50 Euro, Deutschland bei 2,44 Euro. (EU Weekly Oil Bulletin via Euronews, 01.10.2026)
Drohnen treffen Wolgograd und Samara In der Nacht trafen ukrainische Drohnen laut Meduza die Raffinerie Wolgograd, das Chemiewerk Kaustik und eine Transneft-Anlage mit Tanklager bei Samara. Der Gouverneur von Wolgograd sprach von einem massiven Drohnenangriff auf Industrieinfrastruktur; die Brände sind nur durch Augenzeugenvideos belegt, offiziell bestätigt sind sie nicht. (Meduza, 02.10.2026)
G7 geben 100 Mio. Barrel frei Die G7 beschlossen, über die IEA 100 Millionen Barrel Rohöl und Diesel freizugeben, sofort beginnend und über vier Monate verteilt, mit einem substanziellen Dieselanteil in den ersten 20 Tagen. Vorausgegangen waren die US-Forderung nach mindestens 100 Millionen Barrel Diesel aus Europa und die Drohung mit einem US-Exportverbot, das die EU-Kommission ablehnte; ob die Drohung weiter gilt, ist offen. Der europäische Diesel-Future fiel danach im Tagesverlauf um 8 Prozent (Stand 16:25 Uhr). (The Irish Times, 02.10.2026)
Trump schließt das Dieselexportverbot aus Nach dem G7-Beschluss sagte Präsident Trump, Europa habe viel Diesel und werde einen Beitrag leisten, man werde das Ausfuhrverbot nicht machen, man habe es nie vorgehabt. Geprüft wird stattdessen, gefärbten und steuerbefreiten Diesel für den Straßenverkehr freizugeben. (Transport Topics, 02.10.2026)
Drohnen treffen Wolgograd und das Tanklager Samara Der ukrainische Generalstab bestätigte Treffer an der Raffinerie Wolgograd, am Chemiewerk Kaustik und an der Transneft-Station Samara. Die Kapazität der Raffinerie wird mit 14,8 bis 15 Mio. Tonnen im Jahr angegeben, das Tanklager bei Samara umfasst 71 Tanks mit über 1,6 Mio. Kubikmetern. Russland meldete 646 abgefangene Drohnen über 14 Regionen. (Kyiv Post und Kyiv Independent, 02.10.2026)
Irak meldet 2 Mio. Barrel durch Hormus Der Irak teilte mit, 2 Mio. Barrel Rohöl durch die Straße von Hormus transportiert zu haben. Am 04.10. arrangierte er dafür erstmals seit Jahrzehnten einen eigenen Tanker. (Reuters via BOE Report, 03.10.2026; The National, 04.10.2026)
Iran nennt sieben Bedingungen für eine Öffnung Parlamentspräsident Ghalibaf sagte, die Straße von Hormus werde nicht geöffnet, bis sieben iranische Bedingungen erfüllt seien; die Zeit des Hinhaltens und einseitiger Forderungen sei vorbei. Außenminister Araghchi nannte eine Öffnung binnen sieben Tagen möglich, wenn Washington den iranischen Vorschlag annimmt, und erklärte, man sei besser vorbereitet als zuvor, falls es wieder militärisch werde. Der Wortlaut der sieben Bedingungen ist nicht veröffentlicht. (Arab News und Al Jazeera, 04.10.2026)
OPEC plus lässt die November-Ziele unverändert Die sieben Kernländer beschlossen, die Vorgaben vom September auch für den November beizubehalten, den dritten Monat in Folge. Die Summe liegt nach der Tabelle des OPEC-Sekretariats bei 30,61 Mio. Barrel am Tag, andere Wiedergaben nennen 31,01 Mio. Nach Angaben von Reuters und The National fördern die meisten Mitglieder wegen des Kriegs unter ihren Quoten. Das nächste Treffen der Sieben ist am 01.11.2026. (OPEC, 04.10.2026; Rigzone, 05.10.2026)
Bodenoffensive am Bab al-Mandab Der Vorsitzende des jemenitischen Präsidialrats al-Alimi kündigte die Offensive Morgendämmerung des Jemen an. Regierungstruppen meldeten am 05.10. die Einnahme des Distrikts Dhubab mit Flughafen und der Hafenstadt Mokha sowie die Kontrolle über die Meerenge; die saudisch geführte Koalition nannte 100 Kampfjets im Dauereinsatz und 324 zerstörte Ziele. Nach Al Jazeera bestreiten die Huthi die Ansprüche, nach The National haben sie sie nicht bestätigt; unabhängig überprüfbar sind sie nicht. Euronews meldete am 06.10., die Huthi hätten am 04.10. Turbah an der Straße von Taiz nach Aden eingenommen. (Al Arabiya und The National, 05.10.2026; Euronews, 06.10.2026)
Iran verlud im September kein Rohöl Nach Kpler verließ im September 2026 keine einzige Rohölladung Iran, erstmals seit Beginn der Erfassung im Jahr 2013; die letzte Verladung war am 25.08. der Suezmax Sarak an Kharg Island. Vortexa und Bloomberg nennen ebenfalls null oder praktisch null. Ölminister Mohsen Paknejad trat zurück, kommissarischer Nachfolger ist Hamid Bovard, der ankündigte, die Förderung zu maximieren. (Kpler Insight via congress.net, 06.10.2026; Rigzone und The National, 05.10.2026)
Aramco senkt die Preise für Asien Für den November senkte Saudi Aramco den Preis für Arab Light nach Asien um 3 US-Dollar auf 5 US-Dollar unter dem Mittel von Oman und Dubai, den weitesten Abschlag seit Juni 2020. Arab Medium und Arab Heavy wurden um 5 US-Dollar gesenkt, die Preise für Nordwesteuropa um 3 US-Dollar erhöht, die für die USA blieben unverändert. Begründet wird der Abschlag mit den Rekordfrachtraten. Die Reuters-Umfrage hatte eine Erhöhung von bis zu 5 US-Dollar erwartet. (Reuters via EnergyNow, 05.10.2026)
USA schreiben Tauschgeschäft über 40 Mio. Barrel aus Das US-Energieministerium veröffentlichte eine Ausschreibung für ein Tauschgeschäft über bis zu 40 Mio. Barrel aus der strategischen Reserve, also eine Abgabe mit Rückgabepflicht und nicht eine endgültige Freigabe. Angebotsfrist war der 06.10., geliefert wird im November und Dezember aus Big Hill und Bryan Mound. Rigzone nennt die 172 Mio. Barrel als US-Beitrag zur IEA-Zusage vom März über 400 Mio. Barrel. Energieminister Chris Wright kritisierte, mehrere europäische Mitglieder hätten nur einen Bruchteil ihrer Zusagen freigegeben. Die Reserve lag zum 25.09. bei 283,8 Mio. Barrel, dem niedrigsten Stand seit Oktober 1982, und damit bei 39,7 Prozent der genehmigten Kapazität von 714 Mio. Barrel. (US-Energieministerium via Rigzone, 05.10.2026)
Aramco-Chef nennt 80 Prozent und sehr dünne Lager Amin Nasser sagte beim Energy Intelligence Forum in London, die Ost-West-Pipeline laufe bei rund 80 Prozent ihrer Kapazität und das System sei intakt. Ohne die Leitung hätte der Ölpreis 200 US-Dollar je Barrel erreichen können. Die weltweiten Lagerbestände nannte er beängstigend dünn; ihre Wiederauffüllung dauere nach einer Öffnung von Hormus bis zu zwei Jahre. Den Lieferausfall seit Kriegsbeginn bezifferte er auf fast 3 Mrd. Barrel. (The National, 05.10.2026)
Ost-West-Pipeline bei 5,8 Mio. Barrel am Tag Der saudische Energieminister Prinz Abdulaziz bin Salman sagte beim GCC-Forum in Manama, die Leitung pumpe 5,8 Mio. Barrel am Tag bei einer Kapazität von 7 Mio.; man habe sie binnen fünf oder sechs Tagen nach dem Angriff wieder genutzt. Im August waren es nach Kpler nur 2 Mio. Barrel am Tag gewesen. Kpler nennt Flüsse nahe 5,5 Mio., davon rund 4 Mio. für den Export über Yanbu verfügbar. Die Karte stuft Pipeline und Hafen damit von stark eingeschränkt auf gestört zurück. (Al Jazeera und Reuters, 06.10.2026; congress.net, 06.10.2026 (Kpler Insight))
Angriffe auf Tanker nehmen zu, Mengen bleiben hoch Der Nachrichtendienst Marisks zählte in einer Woche mindestens sieben Zwischenfälle mit Tankern, die UKMTO meldet seit dem 02.10. mindestens einen Angriff am Tag in der Straße von Hormus oder im Golf von Aden. Zugleich lagen die Rohölexporte des Nahen Ostens nach Kpler im Siebentageschnitt zum 30.09. bei 18,3 Mio. Barrel am Tag, etwa so viel wie im Mittel der zwölf Monate vor dem Krieg; rund 40 Prozent davon umgehen die Straße über Pipelines. Für die Durchfahrten allein nennt Kpler 9.017 Tsd. Barrel am Tag gegen einen Vorkriegswert von 17.132 Tsd., also rund 47 Prozent darunter. Die UKMTO zählte für die Woche bis 02.10. 247 Durchfahrten, rund 35 am Tag, und nennt das nach eigener Angabe rund 75 Prozent unter dem Niveau vor dem Konflikt. (Al Jazeera, 06.10.2026 (Kpler, Vortexa, Marisks); UKMTO, 02.10.2026)
Drohnen greifen eine Pumpstation vor Moskau an In der Nacht griffen Drohnen die Transneft-Station Wolodarskaja bei Konstantinowo an, rund 40 Kilometer vom Moskauer Zentrum; eine Produktleitung verbindet den Standort mit den Flughäfen der Region. Die Monitoringkanäle Exilenova und Supernova berichteten von zwei brennenden Tanks, der Kyiv Independent konnte das nicht sofort prüfen. Die russischen Angaben zu den Drohnenzahlen gehen auseinander: Moskaus Bürgermeister Sobjanin sprach von 650 Drohnen in Richtung der Region und 105 abgeschossenen nahe Moskau, der Gouverneur der Oblast von 185 abgeschossenen, das Verteidigungsministerium von 868 insgesamt; die Moscow Times meldete zwei Tote und neun Verletzte. Das ukrainische Verteidigungsministerium hatte am 04.10. über 51 Prozent Ausfall der russischen Raffineriekapazität genannt, der Generalstab am 21.09. über 45 Prozent; unabhängig bestätigt ist das nicht. (Kyiv Independent, Euromaidan Press und The Moscow Times, 06.10.2026; AP via PBS NewsHour, 05.10.2026)
Irak sucht eigene Großtanker Die staatliche Iraqi Oil Tankers Co. will nach Angaben ihres Generaldirektors Ali Qais Abdul Jabbar mindestens einen Großtanker und einen Suezmax chartern; zuvor hatte sie erstmals seit Jahrzehnten selbst einen Großtanker beladen. Ein Supertanker wurde im September für rund 200 Mio. US-Dollar gekauft, nach Angaben von Rigzone womöglich der höchste je gezahlte Preis für ein solches Schiff. Der Grund ist der Preis: Die Richtroute Saudi-Arabien nach China erreichte 1,29 Mio. US-Dollar am Tag, im Mittel der Jahre 2021 bis 2025 lag sie unter 30.000. (Rigzone, 06.10.2026)
Huthi melden Angriffe auf Flughäfen, Rakete nahe der Bahn in Aden Die Huthi reklamierten Angriffe auf den King Khalid International Airport in Riad, den Flughafen Abha, den Stützpunkt Khamis Muschait und drei Militärlager in Jizan und Asir; Euronews nennt für den 06.10. zusätzlich eine Raffinerie in Rabigh. Die saudisch geführte Koalition meldete Abfangerfolge sowie die Zerstörung einer Abschussplattform in Sanaa und eines Raketendepots in Saada. Auf den Flughafen Aden wurden zwei ballistische Raketen und mehrere Drohnen gefeuert; eine Rakete ging nahe der Start- und Landebahn nieder, ein Flug der Yemenia wurde nach Dschidda umgeleitet, Opfer wurden nicht gemeldet. Die saudischen Angaben sind nicht unabhängig bestätigt. (The National, 07.10.2026; Euronews, 06.10.2026)
Tanker nördlich von Katar getroffen Die britische UKMTO meldete am Abend einen Tanker, der rund 51 Seemeilen nördlich von Madinat ash Shamal von mehreren Geschossen getroffen wurde, mit Opfern unter der Besatzung (Warnung 158-26); Zahl und Art der Opfer nannte sie nicht. Nach der Sicherheitsfirma Vanguard handelt es sich um die Acers unter der Flagge von Antigua und Barbuda. Einen Urheber nennt die UKMTO nicht. Nach Euronews war es der erste Angriff in diesem Seegebiet seit mehr als sechs Monaten; im Golf waren zuletzt am 09.09. ein Bunkertanker vor den Emiraten und ein Supertanker vor dem irakischen Al-Faw getroffen worden. (UKMTO via Middle East Eye, 07.10.2026; Seatrade Maritime und Euronews, 08.10.2026)
CENTCOM nennt Irans Schließungsbehauptung falsch Nachdem Mohammad Reza Naqdi, Berater des Oberbefehlshabers der Revolutionsgarden, am 06.10. im Sender Al-Alam erklärt hatte, die Straße sei geschlossen und bleibe es, bis Irans Forderungen erfüllt seien, nannte das US-Zentralkommando das auf X falsch: Handelsschiffe und Energielieferungen, darunter 20 Mio. Barrel Rohöl, passierten weiter, die USA und ihre Partner behielten die Kontrolle. Einen Zeitraum für die 20 Mio. Barrel nannte CENTCOM nicht. Beide Seiten sind Konfliktpartei. (IranWire, 08.10.2026)
Hurrikan Isaias legt fast zwei Drittel der Förderung im Golf von Mexiko still Nach der US-Behörde Marine Minerals Administration waren am Donnerstag 62,9 Prozent der Ölförderung im US-Golf von Mexiko stillgelegt, 1,28 Mio. Barrel am Tag, nach rund 25 Prozent am Mittwoch; 121 Förderplattformen wurden geräumt. Der Landfall an der nördlichen Golfküste wurde für den späten Freitag oder frühen Samstag erwartet. (gCaptain, 08.10.2026)
Brand auf einem Tanker vor Fujairah Die Sicherheitsfirma Vanguard meldete ein Feuer auf einem Tanker rund 40 Kilometer vor Fujairah im Golf von Oman, wahrscheinlich die Dhalgout unter der Flagge der Marshallinseln; das Feuer war auf Satellitendaten der NASA zu sehen. Die UKMTO hatte den Vorfall zunächst nicht erfasst, die Ursache war unklar. (Euronews, 08.10.2026 (Vanguard))
Trump schließt Angriffe vor dem 3. November aus, Brent bei 104,28 Präsident Trump schrieb, die USA würden Iran vor den Kongresswahlen am 03.11. nicht angreifen; die Gespräche seien produktiv, die Blockade bleibe in Kraft. Er nannte 22 Mio. Barrel, die in einer einzigen Nacht die Straße passiert hätten, ohne Quelle. Zuvor hatten Berichte über fertige US-Pläne für mögliche Angriffe den Preis getrieben, dazu die Angriffe auf Tanker und der Hurrikan Isaias. Brent schloss 4,1 Prozent höher bei 104,28 US-Dollar, so hoch wie seit September nicht, und kam damit vom Tageshoch zurück. (ABC News, 08.10.2026; Bloomberg via Rigzone und investingLive, 08.10.2026)
Supertanker vor den Emiraten getroffen, Revolutionsgarden drohen der ganzen Region Um 10 Uhr UTC traf ein Geschoss rund 13 Seemeilen westlich von Al Jazeera in den Emiraten einen Tanker, der Brand ist gelöscht; Schifffahrts- und Sicherheitskreise nennen den Supertanker Gem No.2 unter der Flagge Panamas. Die Marine der Revolutionsgarden meldete am selben Tag einen Treffer auf den LPG-Tanker NV Sunshine auf einer von ihr nicht genehmigten Route südlich der Straße und erklärte, ihr Vorgehen gegen solche Schiffe sei nicht mehr auf die Straße von Hormus beschränkt, sie würden in der gesamten Region verfolgt; Firmen, die sich von den USA hätten täuschen lassen, würden sanktioniert. Den Treffer auf die NV Sunshine bestätigt keine unabhängige Stelle. Eine Sperrung des ganzen Persischen Golfs erklärte die Marine der Revolutionsgarden nicht. (UKMTO via Reuters, Tasnim, Press TV und Seatrade Maritime, 09.10.2026)
Schiffszahlen: IMF PortWatch (International Monetary Fund), von uns zu Wochenmitteln zusammengefasst. AIS-Daten unterschätzen den Verkehr, wenn Schiffe ihre Transponder abschalten. Mengen vor der Krise und Fahrtdauer: U.S. Energy Information Administration. Heizölpreise: EU Weekly Oil Bulletin, heizoel24.ch, NYSERDA. Gasspeicher: GIE AGSI+. Kartengrundlage: Natural Earth. Seewege schematisch nach Eurostat SeaRoute (EUPL-1.2). Pipelines schematisch.
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Die Lage in Zahlen
Brent von heute bis zwölf Monate zurück, also bis vor die Krise, dazu die Ereignisse, die den Preis bewegt haben.
Stand 09.10.2026
102,81USD je Barrel, Brent-Future (ICE)Veränderung wird geladen
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Brent, USD je BarrelEreignis mit QuelleTage und Wochen aus unserer eigenen Reihe, zwölf Monate aus Brent-Futures (BZ=F)
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Nachdem Mohammad Reza Naqdi, Berater des Oberbefehlshabers der Revolutionsgarden, am 06.10. im Sender Al-Alam erklärt hatte, die Straße sei geschlossen und bleibe es, bis Irans Forderungen erfüllt seien, nannte das US-Zentralkommando das auf X falsch: Handelsschiffe und Energielieferungen, darunter 20 Mio. Barrel Rohöl, passierten weiter, die USA und ihre Partner behielten die Kontrolle. Einen Zeitraum für die 20 Mio. Barrel nannte CENTCOM nicht. Beide Seiten sind Konfliktpartei.
Hurrikan Isaias legt fast zwei Drittel der Förderung im Golf von Mexiko still
Nach der US-Behörde Marine Minerals Administration waren am Donnerstag 62,9 Prozent der Ölförderung im US-Golf von Mexiko stillgelegt, 1,28 Mio. Barrel am Tag, nach rund 25 Prozent am Mittwoch; 121 Förderplattformen wurden geräumt. Der Landfall an der nördlichen Golfküste wurde für den späten Freitag oder frühen Samstag erwartet.
Die Sicherheitsfirma Vanguard meldete ein Feuer auf einem Tanker rund 40 Kilometer vor Fujairah im Golf von Oman, wahrscheinlich die Dhalgout unter der Flagge der Marshallinseln; das Feuer war auf Satellitendaten der NASA zu sehen. Die UKMTO hatte den Vorfall zunächst nicht erfasst, die Ursache war unklar.
Trump schließt Angriffe vor dem 3. November aus, Brent bei 104,28
Präsident Trump schrieb, die USA würden Iran vor den Kongresswahlen am 03.11. nicht angreifen; die Gespräche seien produktiv, die Blockade bleibe in Kraft. Er nannte 22 Mio. Barrel, die in einer einzigen Nacht die Straße passiert hätten, ohne Quelle. Zuvor hatten Berichte über fertige US-Pläne für mögliche Angriffe den Preis getrieben, dazu die Angriffe auf Tanker und der Hurrikan Isaias. Brent schloss 4,1 Prozent höher bei 104,28 US-Dollar, so hoch wie seit September nicht, und kam damit vom Tageshoch zurück.
Supertanker vor den Emiraten getroffen, Revolutionsgarden drohen der ganzen Region
Um 10 Uhr UTC traf ein Geschoss rund 13 Seemeilen westlich von Al Jazeera in den Emiraten einen Tanker, der Brand ist gelöscht; Schifffahrts- und Sicherheitskreise nennen den Supertanker Gem No.2 unter der Flagge Panamas. Die Marine der Revolutionsgarden meldete am selben Tag einen Treffer auf den LPG-Tanker NV Sunshine auf einer von ihr nicht genehmigten Route südlich der Straße und erklärte, ihr Vorgehen gegen solche Schiffe sei nicht mehr auf die Straße von Hormus beschränkt, sie würden in der gesamten Region verfolgt; Firmen, die sich von den USA hätten täuschen lassen, würden sanktioniert. Den Treffer auf die NV Sunshine bestätigt keine unabhängige Stelle. Eine Sperrung des ganzen Persischen Golfs erklärte die Marine der Revolutionsgarden nicht.